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  • Maria Meinel

    Maria Meinel

    Maria

    Bild: Nicole Müller

     

    Maria Meinel
    freie Autorin, Literaturübersetzerin, Lektorin, Dozentin

    Maria Meinel (1972 in Meißen geboren) ist studierte Literatur- und Sprachwissenschaftlerin. Sie übersetzt aus dem Englischen, Spanischen und Katalanischen Lyrik (u.a. von Irina Mashinski und Deborah D.E.E.P. Mouton), Prosa (u.a. von Maddie Mortimer, Yanara Friedland, Lauri Kubuitsile und Yara Rodrigues Fowler), Sachbücher (u.a. Irene Vallejo und Virginia Mendoza), Filme und Essays. Außerdem moderiert sie, schreibt – meistens Texte zur Kunst, zuletzt in „Semjon Prosjak. Fotografien“ –, vermittelt Literaturübersetzung in Workshops und Seminaren und im Rahmen des Projekts echtabsolut.de und war Jurorin des Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreises 2021. Sie ist Mitglied im Netzwerk Lyrik, in der Weltlesebühne, im Friedrich-Bödecker-Kreis Sachsen-Anhalt und im Verband deutschsprachiger Übersetzerinnen und Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke e. V. (VdÜ); von 2022 bis 2024 war sie Redaktionsbeirätin der Literaturzeitschrift „oda. Ort der Augen. Blätter für Literatur aus Sachsen- Anhalt“ und von 2023 bis 2025 Vorstandsmitglied der Akademie der Künste Sachsen-Anhalt. Maria Meinel lebt in Halle an der Saale.

  • Maria Meinel

    Maria Meinel

    Maria

    Bild: Nicole Müller

     

    Maria Meinel
    freie Autorin, Literaturübersetzerin, Lektorin, Dozentin

    Maria Meinel (1972 in Meißen geboren) ist studierte Literatur- und Sprachwissenschaftlerin. Sie übersetzt aus dem Englischen, Spanischen und Katalanischen Lyrik (u.a. von Irina Mashinski und Deborah D.E.E.P. Mouton), Prosa (u.a. von Maddie Mortimer, Yanara Friedland, Lauri Kubuitsile und Yara Rodrigues Fowler), Sachbücher (u.a. Irene Vallejo und Virginia Mendoza), Filme und Essays. Außerdem moderiert sie, schreibt – meistens Texte zur Kunst, zuletzt in „Semjon Prosjak. Fotografien“ –, vermittelt Literaturübersetzung in Workshops und Seminaren und im Rahmen des Projekts echtabsolut.de und war Jurorin des Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreises 2021. Sie ist Mitglied im Netzwerk Lyrik, in der Weltlesebühne, im Friedrich-Bödecker-Kreis Sachsen-Anhalt und im Verband deutschsprachiger Übersetzerinnen und Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke e. V. (VdÜ); von 2022 bis 2024 war sie Redaktionsbeirätin der Literaturzeitschrift „oda. Ort der Augen. Blätter für Literatur aus Sachsen- Anhalt“ und von 2023 bis 2025 Vorstandsmitglied der Akademie der Künste Sachsen-Anhalt. Maria Meinel lebt in Halle an der Saale.

  • Zur Produktion TUNGUSKA von Theater AGGREGATE

    Zur Produktion TUNGUSKA von Theater AGGREGATE

    29. November 2022.

    Die eintretende Katastrophe machte sich zunächst durch abrupte Stille bemerkbar. Urplötzlich verstummte die Taiga, dann erschien eine blendend helle Feuersäule am Himmel, bis zu 500 Kilometer weit sichtbar und von ungeheurer Explosivkraft. Druckwellen und Flammen verwüsteten ein riesiges Gebiet, knickten Millionen von Bäumen wie Streichhölzer. Seismische Erschütterungen waren weltweit messbar, Staub trübte die Atmosphäre global. Und der Himmel über den Metropolen Europas wurde noch mehrere Nächte lang von gespenstischem Licht illuminiert. Das, was da im menschenleeren Sumpfgebiet Sibiriens vor 114 Jahren explodierte, hinterließ neben einer planierten Fläche von der Größe des Saarlandes vor allem auch viele Rätsel, Fragen und Widersprüche. Bis heute konnte die genaue Ursache nicht schlüssig geklärt werden.

    Stille auch im abgedunkelten Theaterraum. Eben noch hatte ein minutenlanger Sprechchor die Bühne erfüllt. Sequenziell vorgetragener Text manifestierte sich in rhythmischen Passagen, kollektive Reflektionen über ein mythisch gewordenes Naturereignis entfaltend.
    Doch dann ein dramaturgischer Nullpunkt: Kein Protagonist, kein Antagonist, kein Konflikt für eine Spielhandlung. Fünf Akteure stehen auf der Bühne, zücken ihre Instrumente und zeigen sich bereit ins unerforschte Offene zu gehen.
    Indem das eingegangene künstlerische Risiko dieser experimentellen Theaterproduktion freigelegt wird, holen Regisseur Silvio Beck und das Ensemble ihr Publikum ab und begeben sich mit ihm auf Augenhöhe. Wir inszenieren hier keine Mystery-Doku und imitieren keinen apokalyptischen Blockbuster; wir erklären hier nicht die Welt, sondern sitzen fragend mit Euch im selben Boot, machen Theater auch übers Theatermachen. Brecht hätte vielleicht einen Vorhang hereingerollt, auf dem stehen könnte: Glotzt nicht so postfaktisch.

    Es beginnt eine performative Reise, zunächst auf den Spuren der ersten sowjetischen Expedition zum Katastrophengebiet im Jahr 1927. Dann wird die hölzerne Expeditionshütte zum Schiff durch die Zeit, zum Klanginstrument, zur rotierenden Welt. Raumgreifend dynamisch und vielschichtig assoziativ geht es hinein ins Zentrum heutiger Debatten: Wo genau ist eigentlich der Punkt an dem berechtigte Hypothesen zu absurden Fiktionen mutieren, bei denen das Wort Narration nur noch von Narr abgeleitet scheint? Spürbar atmosphärisch verwandelt sich der Bühnenraum in eine Platonsche Höhle, an deren Wänden die undeutbaren Schatten flimmern. Müssen wir uns – in dieser Höhle gefangen und mit Schrödingers Katze auf dem Schoß am Ende mit dem Unbegreiflichen arrangieren? Und was hält es für uns bereit? Tarkowski oder Stanley Kubrick lassen schön grüßen.

    Eine der Grundlagen für die neue Produktion des Theater AGGREGATE war der fiktive philosophische Disput „Tunguska oder Das Ende der Natur“ von Michael Hampe. Weiterhin flossen Expeditionsberichte und Erzählungen von Augenzeugen der sibirischen Ureinwohner vom Volk der Evenken ein. Der Bühnentext entstand in einer gemeinsamen Schreibwerkstatt mit dem Schweizer Theaterautor Andreas Sauter und wurde zusammen mit den Darstellern szenisch weiterentwickelt. Auch in ein Klanglabor hatte sich Regisseur Silvio Beck im Vorfeld begeben, um dort mit dem Künstler Wieland Krause geeignete Sounds für das Stück zu erzeugen. Diese fügten sich nahtlos mit dem minimalistischen Bühnenbild zu einem organischen Ganzen. Das Ergebnis ist kurzweilig-frisches Werkstatttheater auf der Höhe der Zeit, aber gänzlich ohne Agit-Prop. Ein Tipp also für all diejenigen, die dem Adventsbetrieb zumindest stundenweise entkommen möchten.

    Produktive spartenübergreifende Partnerschaften zwischen einzelnen Künstlern und Ensembles gehören zu den großen Stärken der freien professionellen Theaterszene. Diese besitzt mit dem WUK Theater Quartier in Halle eine lebendige Spielstätte. Erstmals übergab das WUK nun für die Dauer einer kleinen Spielzeit auch gleich das Programm ganz in die Hände eines Gastensembles. Neben TUNGUSKA werden im Dezember unter der Verantwortung von Theater AGGREGATE auch ein zeitgenössischer Hanns Eisler – Liederabend für E-Gitarre und Gesang sowie eine Soundperformance der Künstlergruppe 4+2 STEREO aufgeführt.

    Jörg Wunderlich

    (erschienen in der MItteldeutschen Zeitung vom 29. 11. 2022 ) 

  • Zur Produktion TUNGUSKA von Theater AGGREGATE

    Zur Produktion TUNGUSKA von Theater AGGREGATE

    29. November 2022.

    Die eintretende Katastrophe machte sich zunächst durch abrupte Stille bemerkbar. Urplötzlich verstummte die Taiga, dann erschien eine blendend helle Feuersäule am Himmel, bis zu 500 Kilometer weit sichtbar und von ungeheurer Explosivkraft. Druckwellen und Flammen verwüsteten ein riesiges Gebiet, knickten Millionen von Bäumen wie Streichhölzer. Seismische Erschütterungen waren weltweit messbar, Staub trübte die Atmosphäre global. Und der Himmel über den Metropolen Europas wurde noch mehrere Nächte lang von gespenstischem Licht illuminiert. Das, was da im menschenleeren Sumpfgebiet Sibiriens vor 114 Jahren explodierte, hinterließ neben einer planierten Fläche von der Größe des Saarlandes vor allem auch viele Rätsel, Fragen und Widersprüche. Bis heute konnte die genaue Ursache nicht schlüssig geklärt werden.

    Stille auch im abgedunkelten Theaterraum. Eben noch hatte ein minutenlanger Sprechchor die Bühne erfüllt. Sequenziell vorgetragener Text manifestierte sich in rhythmischen Passagen, kollektive Reflektionen über ein mythisch gewordenes Naturereignis entfaltend.
    Doch dann ein dramaturgischer Nullpunkt: Kein Protagonist, kein Antagonist, kein Konflikt für eine Spielhandlung. Fünf Akteure stehen auf der Bühne, zücken ihre Instrumente und zeigen sich bereit ins unerforschte Offene zu gehen.
    Indem das eingegangene künstlerische Risiko dieser experimentellen Theaterproduktion freigelegt wird, holen Regisseur Silvio Beck und das Ensemble ihr Publikum ab und begeben sich mit ihm auf Augenhöhe. Wir inszenieren hier keine Mystery-Doku und imitieren keinen apokalyptischen Blockbuster; wir erklären hier nicht die Welt, sondern sitzen fragend mit Euch im selben Boot, machen Theater auch übers Theatermachen. Brecht hätte vielleicht einen Vorhang hereingerollt, auf dem stehen könnte: Glotzt nicht so postfaktisch.

    Es beginnt eine performative Reise, zunächst auf den Spuren der ersten sowjetischen Expedition zum Katastrophengebiet im Jahr 1927. Dann wird die hölzerne Expeditionshütte zum Schiff durch die Zeit, zum Klanginstrument, zur rotierenden Welt. Raumgreifend dynamisch und vielschichtig assoziativ geht es hinein ins Zentrum heutiger Debatten: Wo genau ist eigentlich der Punkt an dem berechtigte Hypothesen zu absurden Fiktionen mutieren, bei denen das Wort Narration nur noch von Narr abgeleitet scheint? Spürbar atmosphärisch verwandelt sich der Bühnenraum in eine Platonsche Höhle, an deren Wänden die undeutbaren Schatten flimmern. Müssen wir uns – in dieser Höhle gefangen und mit Schrödingers Katze auf dem Schoß am Ende mit dem Unbegreiflichen arrangieren? Und was hält es für uns bereit? Tarkowski oder Stanley Kubrick lassen schön grüßen.

    Eine der Grundlagen für die neue Produktion des Theater AGGREGATE war der fiktive philosophische Disput „Tunguska oder Das Ende der Natur“ von Michael Hampe. Weiterhin flossen Expeditionsberichte und Erzählungen von Augenzeugen der sibirischen Ureinwohner vom Volk der Evenken ein. Der Bühnentext entstand in einer gemeinsamen Schreibwerkstatt mit dem Schweizer Theaterautor Andreas Sauter und wurde zusammen mit den Darstellern szenisch weiterentwickelt. Auch in ein Klanglabor hatte sich Regisseur Silvio Beck im Vorfeld begeben, um dort mit dem Künstler Wieland Krause geeignete Sounds für das Stück zu erzeugen. Diese fügten sich nahtlos mit dem minimalistischen Bühnenbild zu einem organischen Ganzen. Das Ergebnis ist kurzweilig-frisches Werkstatttheater auf der Höhe der Zeit, aber gänzlich ohne Agit-Prop. Ein Tipp also für all diejenigen, die dem Adventsbetrieb zumindest stundenweise entkommen möchten.

    Produktive spartenübergreifende Partnerschaften zwischen einzelnen Künstlern und Ensembles gehören zu den großen Stärken der freien professionellen Theaterszene. Diese besitzt mit dem WUK Theater Quartier in Halle eine lebendige Spielstätte. Erstmals übergab das WUK nun für die Dauer einer kleinen Spielzeit auch gleich das Programm ganz in die Hände eines Gastensembles. Neben TUNGUSKA werden im Dezember unter der Verantwortung von Theater AGGREGATE auch ein zeitgenössischer Hanns Eisler – Liederabend für E-Gitarre und Gesang sowie eine Soundperformance der Künstlergruppe 4+2 STEREO aufgeführt.

    Jörg Wunderlich

    (erschienen in der MItteldeutschen Zeitung vom 29. 11. 2022 ) 

  • Zur Produktion TUNGUSKA von Theater AGGREGATE

    Zur Produktion TUNGUSKA von Theater AGGREGATE

    29. November 2022.

    Die eintretende Katastrophe machte sich zunächst durch abrupte Stille bemerkbar. Urplötzlich verstummte die Taiga, dann erschien eine blendend helle Feuersäule am Himmel, bis zu 500 Kilometer weit sichtbar und von ungeheurer Explosivkraft. Druckwellen und Flammen verwüsteten ein riesiges Gebiet, knickten Millionen von Bäumen wie Streichhölzer. Seismische Erschütterungen waren weltweit messbar, Staub trübte die Atmosphäre global. Und der Himmel über den Metropolen Europas wurde noch mehrere Nächte lang von gespenstischem Licht illuminiert. Das, was da im menschenleeren Sumpfgebiet Sibiriens vor 114 Jahren explodierte, hinterließ neben einer planierten Fläche von der Größe des Saarlandes vor allem auch viele Rätsel, Fragen und Widersprüche. Bis heute konnte die genaue Ursache nicht schlüssig geklärt werden.

    Stille auch im abgedunkelten Theaterraum. Eben noch hatte ein minutenlanger Sprechchor die Bühne erfüllt. Sequenziell vorgetragener Text manifestierte sich in rhythmischen Passagen, kollektive Reflektionen über ein mythisch gewordenes Naturereignis entfaltend.
    Doch dann ein dramaturgischer Nullpunkt: Kein Protagonist, kein Antagonist, kein Konflikt für eine Spielhandlung. Fünf Akteure stehen auf der Bühne, zücken ihre Instrumente und zeigen sich bereit ins unerforschte Offene zu gehen.
    Indem das eingegangene künstlerische Risiko dieser experimentellen Theaterproduktion freigelegt wird, holen Regisseur Silvio Beck und das Ensemble ihr Publikum ab und begeben sich mit ihm auf Augenhöhe. Wir inszenieren hier keine Mystery-Doku und imitieren keinen apokalyptischen Blockbuster; wir erklären hier nicht die Welt, sondern sitzen fragend mit Euch im selben Boot, machen Theater auch übers Theatermachen. Brecht hätte vielleicht einen Vorhang hereingerollt, auf dem stehen könnte: Glotzt nicht so postfaktisch.

    Es beginnt eine performative Reise, zunächst auf den Spuren der ersten sowjetischen Expedition zum Katastrophengebiet im Jahr 1927. Dann wird die hölzerne Expeditionshütte zum Schiff durch die Zeit, zum Klanginstrument, zur rotierenden Welt. Raumgreifend dynamisch und vielschichtig assoziativ geht es hinein ins Zentrum heutiger Debatten: Wo genau ist eigentlich der Punkt an dem berechtigte Hypothesen zu absurden Fiktionen mutieren, bei denen das Wort Narration nur noch von Narr abgeleitet scheint? Spürbar atmosphärisch verwandelt sich der Bühnenraum in eine Platonsche Höhle, an deren Wänden die undeutbaren Schatten flimmern. Müssen wir uns – in dieser Höhle gefangen und mit Schrödingers Katze auf dem Schoß am Ende mit dem Unbegreiflichen arrangieren? Und was hält es für uns bereit? Tarkowski oder Stanley Kubrick lassen schön grüßen.

    Eine der Grundlagen für die neue Produktion des Theater AGGREGATE war der fiktive philosophische Disput „Tunguska oder Das Ende der Natur“ von Michael Hampe. Weiterhin flossen Expeditionsberichte und Erzählungen von Augenzeugen der sibirischen Ureinwohner vom Volk der Evenken ein. Der Bühnentext entstand in einer gemeinsamen Schreibwerkstatt mit dem Schweizer Theaterautor Andreas Sauter und wurde zusammen mit den Darstellern szenisch weiterentwickelt. Auch in ein Klanglabor hatte sich Regisseur Silvio Beck im Vorfeld begeben, um dort mit dem Künstler Wieland Krause geeignete Sounds für das Stück zu erzeugen. Diese fügten sich nahtlos mit dem minimalistischen Bühnenbild zu einem organischen Ganzen. Das Ergebnis ist kurzweilig-frisches Werkstatttheater auf der Höhe der Zeit, aber gänzlich ohne Agit-Prop. Ein Tipp also für all diejenigen, die dem Adventsbetrieb zumindest stundenweise entkommen möchten.

    Produktive spartenübergreifende Partnerschaften zwischen einzelnen Künstlern und Ensembles gehören zu den großen Stärken der freien professionellen Theaterszene. Diese besitzt mit dem WUK Theater Quartier in Halle eine lebendige Spielstätte. Erstmals übergab das WUK nun für die Dauer einer kleinen Spielzeit auch gleich das Programm ganz in die Hände eines Gastensembles. Neben TUNGUSKA werden im Dezember unter der Verantwortung von Theater AGGREGATE auch ein zeitgenössischer Hanns Eisler – Liederabend für E-Gitarre und Gesang sowie eine Soundperformance der Künstlergruppe 4+2 STEREO aufgeführt.

    Jörg Wunderlich

    (erschienen in der MItteldeutschen Zeitung vom 29. 11. 2022 ) 

  • Ute Lohse, 1941 bis 2022

    Wir trauern um unsere Freundin, Kollegin und Mitstreiterin Ute Lohse. 

    Danke für Die Ernsthaftigkeit, mit welcher Du deine eigene künstlerische Arbeit betrieben hast, und dabei jederzeit für Hilfestellungen aller Art im Umfeld deiner Freunde bereit standest. Danke für Deinen unnachahmlichen erfrischenden Humor, die Jugendlichkeit Deines Denkens, Deine Neugierde auf alles, was auf Besseres hinweisen konnte. Danke, daß Du unserer Akademie 8 Jahre lang ein Quell von Wärme und frohem Beeinandersein gewesen bist.

    Ute Lohse,
    geboren 1941 in Straßburg,
    1958 Mechanikerlehre in Zwönitz und Thalheim,
    von 1961-1964 Arbeit als Mechanikerin im Physikalischen Institut Leipzig,
    1963 Abitur, Abendoberschule,
    1964-1971 Studium an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung, Burg Giebichenstein Halle: Fachgebiet Glas, Porzellan, Keramik, Diplom,
    1965 -1966 Unterbrechung des Studiums für Töpferlehre in Bürgel,
    1974 – 1978 Werkstattgemeinschaft mit Gertraud Möhwald,
    seit 1978 eigene Werkstatt, lebt und arbeitet in Halle,
    Realisierung zahlreicher künstlerischer Arbeiten im öffentlichen Raum, unter anderem:
    1997 Arbeitsamt Halberstadt, Wand- und Flurbilder (Semifresko),
    1999 Justizzentrum Halle, Wandgestaltung (Holz/Lack),
    2005 Helios-Klinik Schkeuditz, skulpturale Elemente (Beton),

    Mitglied der Akademie der Künste Sachsen-Anhalt

  • Ute Lohse, 1941 bis 2022

    Wir trauern um unsere Freundin, Kollegin und Mitstreiterin Ute Lohse. 

    Danke für Die Ernsthaftigkeit, mit welcher Du deine eigene künstlerische Arbeit betrieben hast, und dabei jederzeit für Hilfestellungen aller Art im Umfeld deiner Freunde bereit standest. Danke für Deinen unnachahmlichen erfrischenden Humor, die Jugendlichkeit Deines Denkens, Deine Neugierde auf alles, was auf Besseres hinweisen konnte. Danke, daß Du unserer Akademie 8 Jahre lang ein Quell von Wärme und frohem Beeinandersein gewesen bist.

    Ute Lohse,
    geboren 1941 in Straßburg,
    1958 Mechanikerlehre in Zwönitz und Thalheim,
    von 1961-1964 Arbeit als Mechanikerin im Physikalischen Institut Leipzig,
    1963 Abitur, Abendoberschule,
    1964-1971 Studium an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung, Burg Giebichenstein Halle: Fachgebiet Glas, Porzellan, Keramik, Diplom,
    1965 -1966 Unterbrechung des Studiums für Töpferlehre in Bürgel,
    1974 – 1978 Werkstattgemeinschaft mit Gertraud Möhwald,
    seit 1978 eigene Werkstatt, lebt und arbeitet in Halle,
    Realisierung zahlreicher künstlerischer Arbeiten im öffentlichen Raum, unter anderem:
    1997 Arbeitsamt Halberstadt, Wand- und Flurbilder (Semifresko),
    1999 Justizzentrum Halle, Wandgestaltung (Holz/Lack),
    2005 Helios-Klinik Schkeuditz, skulpturale Elemente (Beton),

    Mitglied der Akademie der Künste Sachsen-Anhalt

  • Ute Lohse, 1941 bis 2022

    Wir trauern um unsere Freundin, Kollegin und Mitstreiterin Ute Lohse. 

    Danke für Die Ernsthaftigkeit, mit welcher Du deine eigene künstlerische Arbeit betrieben hast, und dabei jederzeit für Hilfestellungen aller Art im Umfeld deiner Freunde bereit standest. Danke für Deinen unnachahmlichen erfrischenden Humor, die Jugendlichkeit Deines Denkens, Deine Neugierde auf alles, was auf Besseres hinweisen konnte. Danke, daß Du unserer Akademie 8 Jahre lang ein Quell von Wärme und frohem Beeinandersein gewesen bist.

    Ute Lohse,
    geboren 1941 in Straßburg,
    1958 Mechanikerlehre in Zwönitz und Thalheim,
    von 1961-1964 Arbeit als Mechanikerin im Physikalischen Institut Leipzig,
    1963 Abitur, Abendoberschule,
    1964-1971 Studium an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung, Burg Giebichenstein Halle: Fachgebiet Glas, Porzellan, Keramik, Diplom,
    1965 -1966 Unterbrechung des Studiums für Töpferlehre in Bürgel,
    1974 – 1978 Werkstattgemeinschaft mit Gertraud Möhwald,
    seit 1978 eigene Werkstatt, lebt und arbeitet in Halle,
    Realisierung zahlreicher künstlerischer Arbeiten im öffentlichen Raum, unter anderem:
    1997 Arbeitsamt Halberstadt, Wand- und Flurbilder (Semifresko),
    1999 Justizzentrum Halle, Wandgestaltung (Holz/Lack),
    2005 Helios-Klinik Schkeuditz, skulpturale Elemente (Beton),

    Mitglied der Akademie der Künste Sachsen-Anhalt

  • TUNGUSKA Eine transsibirische Theater-Expedition

    TUNGUSKA
    Eine transsibirische Theater-Expedition
    Theater AGGREGATE im WUK Theater Quartier

    Premiere: Fr. 25.11.2022
    Weitere Vorstellungen: Sa. 26.11. / Mi. 30.11. / Fr. 02.12 / Sa. 03.12. / Mi. 07.12. / Fr. 09.12. Sa. 10.12.2022 / jeweils 20.30 Uhr

    Spielort: WUK Theater Quartier, Holzplatz 7a, 06110 Halle

    sowie weitere Zusatzveranstaltungen

    Was geschah in Tunguska? Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verwüstete eine gigantische Explosion ein Gebiet von 2000 Quadratkilometern in Sibirien, allein 60 Millionen Bäume radial umgestürzt und verbrannt – eine Naturkatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes! Handelte es sich um den Einschlag eines Meteoriten, einen vulkanischen Ausbruch oder gar um ein verrücktes Experiment? Die Spuren des Ereignisses, erforscht in etlichen internationalen Expeditionen bis zuletzt im Jahr 2017, entziehen sich bis heute hartnäckig einer stimmigen Erklärung. Wo die Fakten versagen, blühen oder explodieren in einer Art zweiten Katastrophe die Fiktionen. Zwischen Ufoabsturz, einem wandernden schwarzem Loch, Teslaexperiment, schamanischem Feuer und Andrei Tarkowskis Stalker wird das Unbekannte humorvoll, abwegig oder auch tiefsinnig in Szene gesetzt. Am Ende bleibt die Frage: wenn unsere Erkenntnisinstrumente angesichts des natürlichen Tunguska-Ereignisses bereits versagen, wie wollen wir mit einer von uns selbst beschädigten Erde umzugehen lernen?

    Ein fünfköpfiges Team begibt sich auf eine Theater-Expedition. Angekoppelt an eine Basis-Station betreten sie ein Sibirien der Fantasie und kämpfen sich durch den Dschungel der Hypothesen, Geschichten und Figuren. Es entsteht eine Theater-Performance, in der sie schlussendlich selbst in den Weiten Sibiriens zu verschwinden drohen.

    „Ihr Herz sei gerast, und sie habe kaum noch atmen können, weil es ihr die Brust zugeschnürt habe. Sie habe gespürt, wie ihr das Licht durch den Schädel in ihr Hirn fahre, als wäre ihre Fontanelle geöffnet worden, als wäre ein drittes Auge entstanden in der Mitte ihres Kopfes, ein neues Auge das zum Himmel gerichtet war, dass sie nicht habe schließen können und das heiß und hell und heiß und hell und heiß und hell…“

    Schauspiel: Astrid Kohlhoff, Maria Steurich, Jörg Petzold, Jan Uplegger, David Jeker / Regie. Silvio Beck / Bühne: Silvio Beck und Wieland Krause / Kostüme: Katharina Schirmer / Dramaturgische Beratung und Schreiblabor: Andreas Sauter / Soundlabor: Wieland Krause / Gesangscoach: Michael Hinze / Beratung Produktion: Kristina Patzelt

    Premiere: Fr. 25.11.2022
    Weitere Vorstellungen: Sa. 26.11. / Mi. 30.11. / Fr. 02.12 / Sa. 03.12. / Mi. 07.12. / Fr. 09.12. Sa. 10.12.2022 / Jeweils 20.30 Uhr

    Spielort: WUK Theater Quartier, Holzplatz 7a, 06110 Halle
    Karten an allen VVK-Stellen und unter:

    https://www.wuk-theater.de/

    www.theater-aggregate.de

    AGGREGATE & Gäste!

    Im Rahmen des Tunguska-Projekts finden zwei Zusatzveranstaltungen statt:

    Performing Hanns Eisler

    Konzert und Gespräch

    Ingala Fortange und Martin Steuber verbindet eine gemeinsame Leidenschaft: Lieder von Hanns Eisler. Mit Neugier, Respekt und Mut zu eigener Interpretation finden sie verblüffend unkomplizierte, kunstvolle eigene Arrangements für Gesang und E-Gitarre. Das hallesche Publikum erfährt exklusiv eine musikalische Preview ihrer jüngsten Arbeit, die 2023 zusammen mit dem Theater AGGREGATE zu intermedialen Performances erweitert wird. Nach dem Konzert sind Sie herzlich eingeladen, an einem Gespräch über Eisler teilzunehmen, moderiert von Silvio Beck.

    Gesang: Ingala Fortange http://ingala-fortagne.com/

    Gitarre, Sounds und Arrangements: Martin Steuber https://martinsteuber.de/

    Moderation: Silvio Beck

    WUK Theater Quartier

    01. 12. 2022 / 20.30 Uhr

    4X2 STEREO

    Soundperformance

    Claus Stoermer, Wieland Krause, Johannes Krause und Lasse-Marc Riek begeben sich seit 2016 gemeinsam in die Natur und ins Studio. Field Recordings, Samples, Sounds aus selbst entwickelten Synthesizern und analoge Klangelemente bilden die Basis für ihre hybriden Soundlandschaften. Dabei stürzen sie sich immer wieder neu in einen Prozess der Erkundung des Hörens. Live entstehen   faszinierende Klangperformances, die Hörgewohnheiten kräftig durchspülen und sich ins offene Gelände hinauswagen. An diesem Abend werden Lasse-Marc Riek und Wieland Krause, 2 Mitglieder der Gruppe, in einen aktiven Dialog treten, Sounds live performen … und kurz über ihre Zusammenarbeit und Motivationen in der Gruppe 4+2 STEREO sprechen, moderiert von Silvio Beck.

    https://www.lasse-marc-riek.de/http://www.wielandkrause.de/

    WUK Theater Halle
    08.12.2022 / 20.30 Uhr

    Wir danken unseren Förderern: Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle!
    Wir danken unserem Kooperationspartner: WUK Theater Quartier!

  • TUNGUSKA Eine transsibirische Theater-Expedition

    TUNGUSKA
    Eine transsibirische Theater-Expedition
    Theater AGGREGATE im WUK Theater Quartier

    Premiere: Fr. 25.11.2022
    Weitere Vorstellungen: Sa. 26.11. / Mi. 30.11. / Fr. 02.12 / Sa. 03.12. / Mi. 07.12. / Fr. 09.12. Sa. 10.12.2022 / jeweils 20.30 Uhr

    Spielort: WUK Theater Quartier, Holzplatz 7a, 06110 Halle

    sowie weitere Zusatzveranstaltungen

    Was geschah in Tunguska? Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verwüstete eine gigantische Explosion ein Gebiet von 2000 Quadratkilometern in Sibirien, allein 60 Millionen Bäume radial umgestürzt und verbrannt – eine Naturkatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes! Handelte es sich um den Einschlag eines Meteoriten, einen vulkanischen Ausbruch oder gar um ein verrücktes Experiment? Die Spuren des Ereignisses, erforscht in etlichen internationalen Expeditionen bis zuletzt im Jahr 2017, entziehen sich bis heute hartnäckig einer stimmigen Erklärung. Wo die Fakten versagen, blühen oder explodieren in einer Art zweiten Katastrophe die Fiktionen. Zwischen Ufoabsturz, einem wandernden schwarzem Loch, Teslaexperiment, schamanischem Feuer und Andrei Tarkowskis Stalker wird das Unbekannte humorvoll, abwegig oder auch tiefsinnig in Szene gesetzt. Am Ende bleibt die Frage: wenn unsere Erkenntnisinstrumente angesichts des natürlichen Tunguska-Ereignisses bereits versagen, wie wollen wir mit einer von uns selbst beschädigten Erde umzugehen lernen?

    Ein fünfköpfiges Team begibt sich auf eine Theater-Expedition. Angekoppelt an eine Basis-Station betreten sie ein Sibirien der Fantasie und kämpfen sich durch den Dschungel der Hypothesen, Geschichten und Figuren. Es entsteht eine Theater-Performance, in der sie schlussendlich selbst in den Weiten Sibiriens zu verschwinden drohen.

    „Ihr Herz sei gerast, und sie habe kaum noch atmen können, weil es ihr die Brust zugeschnürt habe. Sie habe gespürt, wie ihr das Licht durch den Schädel in ihr Hirn fahre, als wäre ihre Fontanelle geöffnet worden, als wäre ein drittes Auge entstanden in der Mitte ihres Kopfes, ein neues Auge das zum Himmel gerichtet war, dass sie nicht habe schließen können und das heiß und hell und heiß und hell und heiß und hell…“

    Schauspiel: Astrid Kohlhoff, Maria Steurich, Jörg Petzold, Jan Uplegger, David Jeker / Regie. Silvio Beck / Bühne: Silvio Beck und Wieland Krause / Kostüme: Katharina Schirmer / Dramaturgische Beratung und Schreiblabor: Andreas Sauter / Soundlabor: Wieland Krause / Gesangscoach: Michael Hinze / Beratung Produktion: Kristina Patzelt

    Premiere: Fr. 25.11.2022
    Weitere Vorstellungen: Sa. 26.11. / Mi. 30.11. / Fr. 02.12 / Sa. 03.12. / Mi. 07.12. / Fr. 09.12. Sa. 10.12.2022 / Jeweils 20.30 Uhr

    Spielort: WUK Theater Quartier, Holzplatz 7a, 06110 Halle
    Karten an allen VVK-Stellen und unter:

    https://www.wuk-theater.de/

    www.theater-aggregate.de

    AGGREGATE & Gäste!

    Im Rahmen des Tunguska-Projekts finden zwei Zusatzveranstaltungen statt:

    Performing Hanns Eisler

    Konzert und Gespräch

    Ingala Fortange und Martin Steuber verbindet eine gemeinsame Leidenschaft: Lieder von Hanns Eisler. Mit Neugier, Respekt und Mut zu eigener Interpretation finden sie verblüffend unkomplizierte, kunstvolle eigene Arrangements für Gesang und E-Gitarre. Das hallesche Publikum erfährt exklusiv eine musikalische Preview ihrer jüngsten Arbeit, die 2023 zusammen mit dem Theater AGGREGATE zu intermedialen Performances erweitert wird. Nach dem Konzert sind Sie herzlich eingeladen, an einem Gespräch über Eisler teilzunehmen, moderiert von Silvio Beck.

    Gesang: Ingala Fortange http://ingala-fortagne.com/

    Gitarre, Sounds und Arrangements: Martin Steuber https://martinsteuber.de/

    Moderation: Silvio Beck

    WUK Theater Quartier

    01. 12. 2022 / 20.30 Uhr

    4X2 STEREO

    Soundperformance

    Claus Stoermer, Wieland Krause, Johannes Krause und Lasse-Marc Riek begeben sich seit 2016 gemeinsam in die Natur und ins Studio. Field Recordings, Samples, Sounds aus selbst entwickelten Synthesizern und analoge Klangelemente bilden die Basis für ihre hybriden Soundlandschaften. Dabei stürzen sie sich immer wieder neu in einen Prozess der Erkundung des Hörens. Live entstehen   faszinierende Klangperformances, die Hörgewohnheiten kräftig durchspülen und sich ins offene Gelände hinauswagen. An diesem Abend werden Lasse-Marc Riek und Wieland Krause, 2 Mitglieder der Gruppe, in einen aktiven Dialog treten, Sounds live performen … und kurz über ihre Zusammenarbeit und Motivationen in der Gruppe 4+2 STEREO sprechen, moderiert von Silvio Beck.

    https://www.lasse-marc-riek.de/http://www.wielandkrause.de/

    WUK Theater Halle
    08.12.2022 / 20.30 Uhr

    Wir danken unseren Förderern: Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle!
    Wir danken unserem Kooperationspartner: WUK Theater Quartier!