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  • Die wichtigste Silbe im Wort Malerei ist „Mal“ – Künstlergespräch mit Christoph Liedtke

    Die wichtigste Silbe im Wort Malerei ist „Mal“ – Künstlergespräch mit Christoph Liedtke

    Der Maler und Lyriker Christoph Liedtke zeigt in der Galerie Paul Scherzer derzeit in Halle neuste malerische und plastische Arbeiten. In einem Künstlergespräch spricht er über die aktuelle Ausstellung, seine Themen, Inspirationen und künstlerischen Prozesse. 

     

     

    „Gen Genungagap“ – so betitelst Du ein fünfteiliges größeres Werk in deiner neuen Ausstellung. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff ?

    Das Wort kommt aus dem Altnordischen und heißt so viel wie Weltrand oder Weltklippe. Das englische Wort ‚gap‘ ist darin enthalten – die Kluft. Ich bin auf das Wort im neuen Lyrikband von Wilhelm Bartsch gestoßen, mit dem ich mich auseinandergesetzt habe. Der Band heißt „Hohe See und niemands Land“ – da geht es um ein Bilanzziehen, um Auseinandersetzung mit Katastrophen, die uns als Menschheit betreffen. Es geht um Existenzielles, um Abenteuer, um das lyrische Ich in der Welt. Es war ein größeres Projekt, woran ich ein ganzes Jahr gearbeitet habe.

    Dieses Werk ist, wenn man das so sagen kann, das einzige „abstrakte“ in der Ausstellung..

    Ja – bei allen anderen ausgestellten Bildern hatte ich den Ansatz, mich nicht zu verwehren gegen die Figur. Ich hatte Lust die Figur wieder zuzulassen, das betrifft auch die ausgestellten Skuplturen.

    Fällt es dir leichter in der Skulptur figürlich zu arbeiten als im Bild ?

    Am Anfang hatte ich einfach Figur gemacht aus meiner Vorstellung heraus über Figur. Dann hatte sich das aufgelöst, im Studium und innerhalb meiner Geschichte von Auseinandersetzung mit Kunst. Man hat also die Landschaft kennengelernt, hat Natur kennengelernt. Ich hatte eine Phase, wo ich nur Prozesse und Materialitäten spüren wollte. Und dann – aus dem Material heraus, mit dem man gearbeitet hat wieder zurück zur Figur zu kommen, ist etwas anderes, weil es die ganze Welt einschließt, die dann in der Figur enthalten ist. Das Gesicht ist dann nicht einfach das Gesicht, sondern auch alles was das Gesicht geprägt hat – und dadurch öffnet es sich wieder. Für mich ist es jetzt einfacher, wieder Menschenbilder zu machen.

    In einem zentralen Bild Deiner Ausstellung- ist ein apokalyptischer Reiter dargestellt. Ist das dann die Figurwerdung der Katastrophe ?

    Ja. Mich interessiert die Katastrophe in der Malerei als Bildapekt. Die Katastrophe ist etwas, was der Malerei inhärent ist. Hier kommt sie ganz konkret auch als Bildmotiv vor. Inhalt und Form fließen da für mich zusammen, Das Bild heißt „Triumph des Todes“ und bezieht sich auf ein mittelalterliches Fresco in Palermo, das auch schon von der amerikanischen Künstlerin Cecily Brown interpretiert wurde. Ich habe das Fresco noch einmal interpretiert – der Tod als zeitloses und immer aktuelles Thema.

    Man kann das Bild sofort dechiffrieren, erkennt biblische Motive, erkennt die Apokalypse als Thema, obwohl es auch unschuldig daherkommt, nicht düster, fast poppig.

    Ja, der Tod ist auch ein süßer Tod, der lächelt.und er sieht nicht so aus als ob man davor Angst haben müsste

    Trotzdem liegt auch ein Schrecken in dem Bild, die Menschenleiber am Boden…

    Ja, der altbekannte Schrecken, der wiederkommt.

    In deiner Ausstellung hast Du Plastiken integriert, eine davon ebenfalls mit deutlich religiösem Bezug – Erlebst Du die gleiche Spannung zwischen Figuration und Abstraktion auch, wenn Du plastisch arbeitest?

    Ja, das Formlose ist für mich das, woraus alle Formen geboren werden, Alle Formen kommen aus dem Formlosen – ein Geburtsnarrativ, und da sind wir bei der Mutter, der formlosen Madonna. Das Mütterliche als Myterium – wie aus dem Tod das Leben kommt. Nietzsche sagt auch: Das Leben ist eine Sonderform des Todes.

    Christoph Liedtke - Gen Ginnungagap - Polyptichon

    Noch mal zurück zum fünfteiligen Werk „gen genungagap“ Ist das ein geschlossenes Werk für Dich oder eine Serie? Man kann die einzelnen Bilder ja auch autonom betrachten, was funktioniert.

    Ja, es war ein Gedanke, dass die einzelnen Segmente für sich abgeschlossen und vollkommen sind, und es als ganzes aber auch funktioniert – vielleicht wie ein Sonett. Es hat etwas mit Rhythmus und innerer Ordnung zu tun.

    Du hast Deine Ausstellung betitelt mit „Das Mal“. Was verbindest Du mit dieser Wortsetzung?

    Die wichtigste Silbe im Wort Malerei ist „mal“. Jeder andere Künstler könnte seine Ausstellung auch so nennen. Das Mal als eine Spur, die immer auf meine Körperlichkeit hinweist, die Spur des Leides, der Körperlichkeit, die sich in den Bildern fortsetzt. Es operiert unterhalb vom Zeichen, es ist abstrakt er als das Zeichen, Man kann auch sagen alle Engramme, Gedächtnisspuren, alles was eingeschrieben ist auch Traumata, sind Male. Und das was Du tust in der Kunst, kommt aus der inneren Notwendigkeit heraus, Es gibt ein Muss in der Welt, was Dich zu dieser Wand führt. Deshalb ist Kunst immer auch ein Akt des Leidausgleichens.

     

    Das Gepräch führte jörg Wunderlich 

     

    Das Mal web klein

    Christoph Liedtke „Das Mal“

    Ausstellung
    14. November – 20.Dezember 2025

    Galerie Paul Scherzer

    Julius-Ebeling-Straße 1 A
    06112 Halle (Saale)
    Tel: 08072 0082022

     

     

     

  • Die wichtigste Silbe im Wort Malerei ist „Mal“ – Künstlergespräch mit Christoph Liedtke

    Die wichtigste Silbe im Wort Malerei ist „Mal“ – Künstlergespräch mit Christoph Liedtke

    Der Maler und Lyriker Christoph Liedtke zeigt in der Galerie Paul Scherzer derzeit in Halle neuste malerische und plastische Arbeiten. In einem Künstlergespräch spricht er über die aktuelle Ausstellung, seine Themen, Inspirationen und künstlerischen Prozesse. 

     

     

    „Gen Genungagap“ – so betitelst Du ein fünfteiliges größeres Werk in deiner neuen Ausstellung. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff ?

    Das Wort kommt aus dem Altnordischen und heißt so viel wie Weltrand oder Weltklippe. Das englische Wort ‚gap‘ ist darin enthalten – die Kluft. Ich bin auf das Wort im neuen Lyrikband von Wilhelm Bartsch gestoßen, mit dem ich mich auseinandergesetzt habe. Der Band heißt „Hohe See und niemands Land“ – da geht es um ein Bilanzziehen, um Auseinandersetzung mit Katastrophen, die uns als Menschheit betreffen. Es geht um Existenzielles, um Abenteuer, um das lyrische Ich in der Welt. Es war ein größeres Projekt, woran ich ein ganzes Jahr gearbeitet habe.

    Dieses Werk ist, wenn man das so sagen kann, das einzige „abstrakte“ in der Ausstellung..

    Ja – bei allen anderen ausgestellten Bildern hatte ich den Ansatz, mich nicht zu verwehren gegen die Figur. Ich hatte Lust die Figur wieder zuzulassen, das betrifft auch die ausgestellten Skuplturen.

    Fällt es dir leichter in der Skulptur figürlich zu arbeiten als im Bild ?

    Am Anfang hatte ich einfach Figur gemacht aus meiner Vorstellung heraus über Figur. Dann hatte sich das aufgelöst, im Studium und innerhalb meiner Geschichte von Auseinandersetzung mit Kunst. Man hat also die Landschaft kennengelernt, hat Natur kennengelernt. Ich hatte eine Phase, wo ich nur Prozesse und Materialitäten spüren wollte. Und dann – aus dem Material heraus, mit dem man gearbeitet hat wieder zurück zur Figur zu kommen, ist etwas anderes, weil es die ganze Welt einschließt, die dann in der Figur enthalten ist. Das Gesicht ist dann nicht einfach das Gesicht, sondern auch alles was das Gesicht geprägt hat – und dadurch öffnet es sich wieder. Für mich ist es jetzt einfacher, wieder Menschenbilder zu machen.

    In einem zentralen Bild Deiner Ausstellung- ist ein apokalyptischer Reiter dargestellt. Ist das dann die Figurwerdung der Katastrophe ?

    Ja. Mich interessiert die Katastrophe in der Malerei als Bildapekt. Die Katastrophe ist etwas, was der Malerei inhärent ist. Hier kommt sie ganz konkret auch als Bildmotiv vor. Inhalt und Form fließen da für mich zusammen, Das Bild heißt „Triumph des Todes“ und bezieht sich auf ein mittelalterliches Fresco in Palermo, das auch schon von der amerikanischen Künstlerin Cecily Brown interpretiert wurde. Ich habe das Fresco noch einmal interpretiert – der Tod als zeitloses und immer aktuelles Thema.

    Man kann das Bild sofort dechiffrieren, erkennt biblische Motive, erkennt die Apokalypse als Thema, obwohl es auch unschuldig daherkommt, nicht düster, fast poppig.

    Ja, der Tod ist auch ein süßer Tod, der lächelt.und er sieht nicht so aus als ob man davor Angst haben müsste

    Trotzdem liegt auch ein Schrecken in dem Bild, die Menschenleiber am Boden…

    Ja, der altbekannte Schrecken, der wiederkommt.

    In deiner Ausstellung hast Du Plastiken integriert, eine davon ebenfalls mit deutlich religiösem Bezug – Erlebst Du die gleiche Spannung zwischen Figuration und Abstraktion auch, wenn Du plastisch arbeitest?

    Ja, das Formlose ist für mich das, woraus alle Formen geboren werden, Alle Formen kommen aus dem Formlosen – ein Geburtsnarrativ, und da sind wir bei der Mutter, der formlosen Madonna. Das Mütterliche als Myterium – wie aus dem Tod das Leben kommt. Nietzsche sagt auch: Das Leben ist eine Sonderform des Todes.

    Christoph Liedtke - Gen Ginnungagap - Polyptichon

    Noch mal zurück zum fünfteiligen Werk „gen genungagap“ Ist das ein geschlossenes Werk für Dich oder eine Serie? Man kann die einzelnen Bilder ja auch autonom betrachten, was funktioniert.

    Ja, es war ein Gedanke, dass die einzelnen Segmente für sich abgeschlossen und vollkommen sind, und es als ganzes aber auch funktioniert – vielleicht wie ein Sonett. Es hat etwas mit Rhythmus und innerer Ordnung zu tun.

    Du hast Deine Ausstellung betitelt mit „Das Mal“. Was verbindest Du mit dieser Wortsetzung?

    Die wichtigste Silbe im Wort Malerei ist „mal“. Jeder andere Künstler könnte seine Ausstellung auch so nennen. Das Mal als eine Spur, die immer auf meine Körperlichkeit hinweist, die Spur des Leides, der Körperlichkeit, die sich in den Bildern fortsetzt. Es operiert unterhalb vom Zeichen, es ist abstrakt er als das Zeichen, Man kann auch sagen alle Engramme, Gedächtnisspuren, alles was eingeschrieben ist auch Traumata, sind Male. Und das was Du tust in der Kunst, kommt aus der inneren Notwendigkeit heraus, Es gibt ein Muss in der Welt, was Dich zu dieser Wand führt. Deshalb ist Kunst immer auch ein Akt des Leidausgleichens.

     

    Das Gepräch führte jörg Wunderlich 

     

    Das Mal web klein

    Christoph Liedtke „Das Mal“

    Ausstellung
    14. November – 20.Dezember 2025

    Galerie Paul Scherzer

    Julius-Ebeling-Straße 1 A
    06112 Halle (Saale)
    Tel: 08072 0082022

     

     

     

  • Die wichtigste Silbe im Wort Malerei ist „Mal“ – Künstlergespräch mit Christoph Liedtke

    Die wichtigste Silbe im Wort Malerei ist „Mal“ – Künstlergespräch mit Christoph Liedtke

    Der Maler und Lyriker Christoph Liedtke zeigt in der Galerie Paul Scherzer derzeit in Halle neuste malerische und plastische Arbeiten. In einem Künstlergespräch spricht er über die aktuelle Ausstellung, seine Themen, Inspirationen und künstlerischen Prozesse. 

     

     

    „Gen Genungagap“ – so betitelst Du ein fünfteiliges größeres Werk in deiner neuen Ausstellung. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff ?

    Das Wort kommt aus dem Altnordischen und heißt so viel wie Weltrand oder Weltklippe. Das englische Wort ‚gap‘ ist darin enthalten – die Kluft. Ich bin auf das Wort im neuen Lyrikband von Wilhelm Bartsch gestoßen, mit dem ich mich auseinandergesetzt habe. Der Band heißt „Hohe See und niemands Land“ – da geht es um ein Bilanzziehen, um Auseinandersetzung mit Katastrophen, die uns als Menschheit betreffen. Es geht um Existenzielles, um Abenteuer, um das lyrische Ich in der Welt. Es war ein größeres Projekt, woran ich ein ganzes Jahr gearbeitet habe.

    Dieses Werk ist, wenn man das so sagen kann, das einzige „abstrakte“ in der Ausstellung..

    Ja – bei allen anderen ausgestellten Bildern hatte ich den Ansatz, mich nicht zu verwehren gegen die Figur. Ich hatte Lust die Figur wieder zuzulassen, das betrifft auch die ausgestellten Skuplturen.

    Fällt es dir leichter in der Skulptur figürlich zu arbeiten als im Bild ?

    Am Anfang hatte ich einfach Figur gemacht aus meiner Vorstellung heraus über Figur. Dann hatte sich das aufgelöst, im Studium und innerhalb meiner Geschichte von Auseinandersetzung mit Kunst. Man hat also die Landschaft kennengelernt, hat Natur kennengelernt. Ich hatte eine Phase, wo ich nur Prozesse und Materialitäten spüren wollte. Und dann – aus dem Material heraus, mit dem man gearbeitet hat wieder zurück zur Figur zu kommen, ist etwas anderes, weil es die ganze Welt einschließt, die dann in der Figur enthalten ist. Das Gesicht ist dann nicht einfach das Gesicht, sondern auch alles was das Gesicht geprägt hat – und dadurch öffnet es sich wieder. Für mich ist es jetzt einfacher, wieder Menschenbilder zu machen.

    In einem zentralen Bild Deiner Ausstellung- ist ein apokalyptischer Reiter dargestellt. Ist das dann die Figurwerdung der Katastrophe ?

    Ja. Mich interessiert die Katastrophe in der Malerei als Bildapekt. Die Katastrophe ist etwas, was der Malerei inhärent ist. Hier kommt sie ganz konkret auch als Bildmotiv vor. Inhalt und Form fließen da für mich zusammen, Das Bild heißt „Triumph des Todes“ und bezieht sich auf ein mittelalterliches Fresco in Palermo, das auch schon von der amerikanischen Künstlerin Cecily Brown interpretiert wurde. Ich habe das Fresco noch einmal interpretiert – der Tod als zeitloses und immer aktuelles Thema.

    Man kann das Bild sofort dechiffrieren, erkennt biblische Motive, erkennt die Apokalypse als Thema, obwohl es auch unschuldig daherkommt, nicht düster, fast poppig.

    Ja, der Tod ist auch ein süßer Tod, der lächelt.und er sieht nicht so aus als ob man davor Angst haben müsste

    Trotzdem liegt auch ein Schrecken in dem Bild, die Menschenleiber am Boden…

    Ja, der altbekannte Schrecken, der wiederkommt.

    In deiner Ausstellung hast Du Plastiken integriert, eine davon ebenfalls mit deutlich religiösem Bezug – Erlebst Du die gleiche Spannung zwischen Figuration und Abstraktion auch, wenn Du plastisch arbeitest?

    Ja, das Formlose ist für mich das, woraus alle Formen geboren werden, Alle Formen kommen aus dem Formlosen – ein Geburtsnarrativ, und da sind wir bei der Mutter, der formlosen Madonna. Das Mütterliche als Myterium – wie aus dem Tod das Leben kommt. Nietzsche sagt auch: Das Leben ist eine Sonderform des Todes.

    Christoph Liedtke - Gen Ginnungagap - Polyptichon

    Noch mal zurück zum fünfteiligen Werk „gen genungagap“ Ist das ein geschlossenes Werk für Dich oder eine Serie? Man kann die einzelnen Bilder ja auch autonom betrachten, was funktioniert.

    Ja, es war ein Gedanke, dass die einzelnen Segmente für sich abgeschlossen und vollkommen sind, und es als ganzes aber auch funktioniert – vielleicht wie ein Sonett. Es hat etwas mit Rhythmus und innerer Ordnung zu tun.

    Du hast Deine Ausstellung betitelt mit „Das Mal“. Was verbindest Du mit dieser Wortsetzung?

    Die wichtigste Silbe im Wort Malerei ist „mal“. Jeder andere Künstler könnte seine Ausstellung auch so nennen. Das Mal als eine Spur, die immer auf meine Körperlichkeit hinweist, die Spur des Leides, der Körperlichkeit, die sich in den Bildern fortsetzt. Es operiert unterhalb vom Zeichen, es ist abstrakt er als das Zeichen, Man kann auch sagen alle Engramme, Gedächtnisspuren, alles was eingeschrieben ist auch Traumata, sind Male. Und das was Du tust in der Kunst, kommt aus der inneren Notwendigkeit heraus, Es gibt ein Muss in der Welt, was Dich zu dieser Wand führt. Deshalb ist Kunst immer auch ein Akt des Leidausgleichens.

     

    Das Gepräch führte jörg Wunderlich 

     

    Das Mal web klein

    Christoph Liedtke „Das Mal“

    Ausstellung
    14. November – 20.Dezember 2025

    Galerie Paul Scherzer

    Julius-Ebeling-Straße 1 A
    06112 Halle (Saale)
    Tel: 08072 0082022

     

     

     

  • Früher war mehr Zukunft. Das Verdener Schaffen des Korvin Reich

    Personalausstellung „Früher war mehr Zukunft“
     – Das Verdener Schaffen des Korvin Reich –

    Historisches Museum Domherrenhaus Verden
    Untere Str. 13, 27283 Verden
    11.10. bis 30.11.2025

     
     
    Gezeigt wird eine Auswahl gegenständlicher Arbeiten, die sich mit kollektiven Erinnerungs-Urbildern beschäftigen und sich auf diesen niedersächsischen Landstrich beziehen. 

  • Früher war mehr Zukunft. Das Verdener Schaffen des Korvin Reich

    Personalausstellung „Früher war mehr Zukunft“
     – Das Verdener Schaffen des Korvin Reich –

    Historisches Museum Domherrenhaus Verden
    Untere Str. 13, 27283 Verden
    11.10. bis 30.11.2025

     
     
    Gezeigt wird eine Auswahl gegenständlicher Arbeiten, die sich mit kollektiven Erinnerungs-Urbildern beschäftigen und sich auf diesen niedersächsischen Landstrich beziehen. 

  • Früher war mehr Zukunft. Das Verdener Schaffen des Korvin Reich

    Personalausstellung „Früher war mehr Zukunft“
     – Das Verdener Schaffen des Korvin Reich –

    Historisches Museum Domherrenhaus Verden
    Untere Str. 13, 27283 Verden
    11.10. bis 30.11.2025

     
     
    Gezeigt wird eine Auswahl gegenständlicher Arbeiten, die sich mit kollektiven Erinnerungs-Urbildern beschäftigen und sich auf diesen niedersächsischen Landstrich beziehen. 

  • C. René Hirschfeld (korrespondierendes Mitglied)

    C. René Hirschfeld (korrespondierendes Mitglied)

    Rene C Hirschfeld K Reich

    Foto: K. Reich

    Die Website des Verlag Neue Musik Berlin führt Caspar René Hirschfeld als „einen der vielseitigsten und interessantesten Komponisten seiner Generation.“ Dabei entzieht sich seine Musik gängigen Kategorien wie Avantgarde oder Tradition, gilt als gleichermaßen zeitgemäß wie transzendent, strukturell komplex und sinnlich fassbar. 

    Seit der erfolgreichen Uraufführung  seiner Kammeroper Bianca bei den Salzburger Festspielen 1991 wurden seine Werke in Europa, Asien, Lateinamerika und den USA gespielt.

    2005 wurde sein Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester beim offiziellen Festakt zur Verleihung der Kaiser-Otto-Medaille an Bundespräsident a.D. Dr. Richard von Weizsäcker im Dom zu Magdeburg uraufgeführt. 2009 spielte Hirschfeld als Solist die deutsche Erstaufführung seines Violinkonzertes; die Uraufführung fand 2008 beim Daegu International Contemporary Music Festival (Süd Korea) statt.

    Sein umfangreiches Oeuvre umfasst Musiktheater, Ballette, Sinfonik, Chor- und Vokalmusik, Kammermusik, Solowerke, elektronische Musik aber auch Tangos, Jazz-Zyklen und Chansons. Hirschfelds Kompositionen erhielten nationale und internationale Preise, so z.B. 1984 beim internationalen Carl-Maria von Weber – Wettbewerb der Dresdner Musikfestspiele, beim Eisler-Preis 1986, Mendelssohn-Stipendium 1988/89, Göttinger Kompositionspreis für Gitarre 2000).

    Bis 2022 erschienen seine Werke beim Verlag Neue Musik Berlin und Hofmeister Musikverlag Leipzig. 2022 unterzeichnete er einen General-Vertrag mit dem Verlag Neue Musik Berlin.

    2024 brachte das New Chamber Ballet New York die Inszenierung „PI“ nach Hirschfelds gleichnamiger elektronischer Komposition in der Choreographie von Miro Magloire und mit Visual Arts von Korvin Reich zur Uraufführung.

    C. René Hirschfeld wurde 1965 in Wernigerode geboren und erhielt ab 1970 Violinunterricht an der dortigen Musikschule. Im Alter von 9 Jahren begann er zu komponieren. 1982 – 87 studierte er Komposition und Violine an der Hochschule für Musik Carl-Maria von Weber Dresden. 1987 – 89 setzte er sein Studium als Meisterschüler bei Udo Zimmermann fort. Seither lebt er als freischaffender Komponist, bis 2018 in Berlin, seither wieder in seiner Geburtsstadt Wernigerode.

    2017 erschien Hirschfelds Buch „Bewegung als strukturelles Gestaltungsmittel von Musik und anderen Künsten“, in welchem er strukturelle Bewegung in der Musik u.a. auf Basis der von Rudolf v. Laban formulierten, allgemein gültigen Bewegungsparameter und Elemente der Kunstlehre von Paul Klee analysiert und so einen völlig neuen Ansatz zur epochenübergreifenden musikalischen Analyse bietet.

     

  • C. René Hirschfeld (korrespondierendes Mitglied)

    C. René Hirschfeld (korrespondierendes Mitglied)

    Rene C Hirschfeld K Reich

    Foto: K. Reich

    Die Website des Verlag Neue Musik Berlin führt Caspar René Hirschfeld als „einen der vielseitigsten und interessantesten Komponisten seiner Generation.“ Dabei entzieht sich seine Musik gängigen Kategorien wie Avantgarde oder Tradition, gilt als gleichermaßen zeitgemäß wie transzendent, strukturell komplex und sinnlich fassbar. 

    Seit der erfolgreichen Uraufführung  seiner Kammeroper Bianca bei den Salzburger Festspielen 1991 wurden seine Werke in Europa, Asien, Lateinamerika und den USA gespielt.

    2005 wurde sein Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester beim offiziellen Festakt zur Verleihung der Kaiser-Otto-Medaille an Bundespräsident a.D. Dr. Richard von Weizsäcker im Dom zu Magdeburg uraufgeführt. 2009 spielte Hirschfeld als Solist die deutsche Erstaufführung seines Violinkonzertes; die Uraufführung fand 2008 beim Daegu International Contemporary Music Festival (Süd Korea) statt.

    Sein umfangreiches Oeuvre umfasst Musiktheater, Ballette, Sinfonik, Chor- und Vokalmusik, Kammermusik, Solowerke, elektronische Musik aber auch Tangos, Jazz-Zyklen und Chansons. Hirschfelds Kompositionen erhielten nationale und internationale Preise, so z.B. 1984 beim internationalen Carl-Maria von Weber – Wettbewerb der Dresdner Musikfestspiele, beim Eisler-Preis 1986, Mendelssohn-Stipendium 1988/89, Göttinger Kompositionspreis für Gitarre 2000).

    Bis 2022 erschienen seine Werke beim Verlag Neue Musik Berlin und Hofmeister Musikverlag Leipzig. 2022 unterzeichnete er einen General-Vertrag mit dem Verlag Neue Musik Berlin.

    2024 brachte das New Chamber Ballet New York die Inszenierung „PI“ nach Hirschfelds gleichnamiger elektronischer Komposition in der Choreographie von Miro Magloire und mit Visual Arts von Korvin Reich zur Uraufführung.

    C. René Hirschfeld wurde 1965 in Wernigerode geboren und erhielt ab 1970 Violinunterricht an der dortigen Musikschule. Im Alter von 9 Jahren begann er zu komponieren. 1982 – 87 studierte er Komposition und Violine an der Hochschule für Musik Carl-Maria von Weber Dresden. 1987 – 89 setzte er sein Studium als Meisterschüler bei Udo Zimmermann fort. Seither lebt er als freischaffender Komponist, bis 2018 in Berlin, seither wieder in seiner Geburtsstadt Wernigerode.

    2017 erschien Hirschfelds Buch „Bewegung als strukturelles Gestaltungsmittel von Musik und anderen Künsten“, in welchem er strukturelle Bewegung in der Musik u.a. auf Basis der von Rudolf v. Laban formulierten, allgemein gültigen Bewegungsparameter und Elemente der Kunstlehre von Paul Klee analysiert und so einen völlig neuen Ansatz zur epochenübergreifenden musikalischen Analyse bietet.

     

  • C. René Hirschfeld (korrespondierendes Mitglied)

    C. René Hirschfeld (korrespondierendes Mitglied)

    Rene C Hirschfeld K Reich

    Foto: K. Reich

    Die Website des Verlag Neue Musik Berlin führt Caspar René Hirschfeld als „einen der vielseitigsten und interessantesten Komponisten seiner Generation.“ Dabei entzieht sich seine Musik gängigen Kategorien wie Avantgarde oder Tradition, gilt als gleichermaßen zeitgemäß wie transzendent, strukturell komplex und sinnlich fassbar. 

    Seit der erfolgreichen Uraufführung  seiner Kammeroper Bianca bei den Salzburger Festspielen 1991 wurden seine Werke in Europa, Asien, Lateinamerika und den USA gespielt.

    2005 wurde sein Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester beim offiziellen Festakt zur Verleihung der Kaiser-Otto-Medaille an Bundespräsident a.D. Dr. Richard von Weizsäcker im Dom zu Magdeburg uraufgeführt. 2009 spielte Hirschfeld als Solist die deutsche Erstaufführung seines Violinkonzertes; die Uraufführung fand 2008 beim Daegu International Contemporary Music Festival (Süd Korea) statt.

    Sein umfangreiches Oeuvre umfasst Musiktheater, Ballette, Sinfonik, Chor- und Vokalmusik, Kammermusik, Solowerke, elektronische Musik aber auch Tangos, Jazz-Zyklen und Chansons. Hirschfelds Kompositionen erhielten nationale und internationale Preise, so z.B. 1984 beim internationalen Carl-Maria von Weber – Wettbewerb der Dresdner Musikfestspiele, beim Eisler-Preis 1986, Mendelssohn-Stipendium 1988/89, Göttinger Kompositionspreis für Gitarre 2000).

    Bis 2022 erschienen seine Werke beim Verlag Neue Musik Berlin und Hofmeister Musikverlag Leipzig. 2022 unterzeichnete er einen General-Vertrag mit dem Verlag Neue Musik Berlin.

    2024 brachte das New Chamber Ballet New York die Inszenierung „PI“ nach Hirschfelds gleichnamiger elektronischer Komposition in der Choreographie von Miro Magloire und mit Visual Arts von Korvin Reich zur Uraufführung.

    C. René Hirschfeld wurde 1965 in Wernigerode geboren und erhielt ab 1970 Violinunterricht an der dortigen Musikschule. Im Alter von 9 Jahren begann er zu komponieren. 1982 – 87 studierte er Komposition und Violine an der Hochschule für Musik Carl-Maria von Weber Dresden. 1987 – 89 setzte er sein Studium als Meisterschüler bei Udo Zimmermann fort. Seither lebt er als freischaffender Komponist, bis 2018 in Berlin, seither wieder in seiner Geburtsstadt Wernigerode.

    2017 erschien Hirschfelds Buch „Bewegung als strukturelles Gestaltungsmittel von Musik und anderen Künsten“, in welchem er strukturelle Bewegung in der Musik u.a. auf Basis der von Rudolf v. Laban formulierten, allgemein gültigen Bewegungsparameter und Elemente der Kunstlehre von Paul Klee analysiert und so einen völlig neuen Ansatz zur epochenübergreifenden musikalischen Analyse bietet.

     

  • ZWISCHEN WELTEN Klaviermatinee mit Joshua Rupley

    Konzertmatinee

    mit Werken von Schubert, Liszt und C. René Hirschfeld

    Konzerthaus Liebfrauen Wernigerode

    Sonntag, 9. November 11 Uhr