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  • „A.D.M.D.M.G.A.G.S.H.D.K.S.K.R.M.D.P.A.S.A.W.“ – Gastspiel der Stiftung Kunstfonds in Halle

    „A.D.M.D.M.G.A.G.S.H.D.K.S.K.R.M.D.P.A.S.A.W.“ – Gastspiel der Stiftung Kunstfonds in Halle

    Von Anfang April bis Mitte Mai war in Halle eine Ausstellung mit vornehmlich junger zeitgenössischer Kunst im bundesweiten Fokus zu sehen. Erstmals in Sachsen-Anhalt stellte die in Bonn ansässige Stiftung Kunstfonds Arbeiten aktueller Stipendiaten aus. Die in den Räumlichkeiten der Kunststiftung Sachsen-Anhalt realisierte Ausstellung entsprach in ihrer thematischen Breite und der Vielgestaltigkeit der eingesetzen Medien einer Übersichtsschau.

    Ein kuratorisches Team mit der Halleschen Künstlerin Christine Bergmann als Jurymitglied wählte dafür elf Positionen aus einem Pool mit mehr als 80 zuletzt mit einem Arbeitsstipendium geförderten Künstlerinnen und Künstler aus.

    Wer die Ausstellung erkunden wollte, betrat als erstes eine Installation von Anna Schimkat. Mit einer Reihe fiktiver Baustützen definierte die Künstlerin das Areal einer räumlichen Intervention. An den vertikalen Elementen angebrachte Druckschalter ermöglichten haptische Interaktion. Betätigte man die Schalter, ertönten getaktete akustische Signale, wie sie an Verkehrsampeln verwendet werden. Diese verdichteten sich je nach Anzahl der Aktivierungen zu einer anschwellenden und schließlich verstörenden Soundsequenz. Zu dieser überzeugenden Arbeit im visuellen Dialog standen einerseits die großformatigen, analog aufgenommenen fotografischen Abstraktionen von Andrea Gruetzner sowie auf der anderen Raumseite die Elemente einer Mixed Media Plastik aus Beton und Stahl von Marta Dyachenko.

    Auf diese urbanen Themensetzungen folgte eine weitere installative Arbeit – bestehend aus einer stufenweisen Anordnung verfremdeter Stuhlobjekte. Spielerisch bis ins Absurde getrieben dekonstruierte der in Bildhauer David Polzin hier anhand eines ikonischen Wohnasseccoires die modernen Erzählungen deutsch-deutscher Designgeschichte.

    Installation von David Polzin

    Der Bildhauer André Wischnewski war zum einen mit einer raumgreifenden Skulptur aus Metalldraht vertreten, zum anderen mit einer mehrteiligen Wandarbeit aus sich überlagernden Papierschnittresten fiktiver Comiczeitschriften. In beiden Arbeiten richtete sich der ästhetische Fokus auf eine Leere des Zwischenraums – entweder als dynamische Aktivierung oder wie im Fall der Papierarbeiten als statisch-konstruktiver Restbestand nach gewaltsamer Entfernung von „Inhalten“.

    Die Malerei von Ry Mordechay zeichnet sich durch ein beiläufig wirkendes Vokabular aus, das aus symbolhaften und flächigen Elementen sowie zeichnerischen Andeutungen besteht. In ihrer bildschirmhaften Objekthaftigkeit verwiesen die beiden in Halle gezeigten Arbeiten zudem auf zeitgenössische elektronische Medien.

    Mordechay

     

    Einen unbestreitbaren Mittel- und Höhepunkt der Ausstellung bildete schließlich die dreiflügelige Filminstallation „EXIT ATHENA“ von Selma Laura Köran. In dieser gemeinsam mit dem Museum Folkwang realisierten Produktion bezieht sich die Künstlerin auf „Hesiods“ Theogonie aus dem Jahr 700 v.Chr. Als Ausgangspunkt und Kontext ihrer opulent inszenierten Collage aus Real- und Animationsszenen setzte Köran ein fiktives letztes Kapitel des antiken Textes. In diesem gerät die Hierarchie der angestammten Götterwelt durch eine rebellische Athene in Bewegung. Neben aufwendig kostümierten Statisten, die auf den Tribünen eines Amphitheaters platziert sind, setzte die Künstlerin Stop-Motion-Szenen unter Verwendung von Knetmassen und Keramik ein. In der medialen Zusammenführung entstand ein ein persiflierender und surreal übersteigerter audiovisueller Parkour.

     

    Install

    Ein mal jährlich vergibt die aus der Künstlerschaft und dem Kunstbetrieb heraus getragene Stiftung Kunstfonds ein Konvolut von gut dotierten Arbeitsstipendien – ohne Altersgrenzen. Die Vergaberegeln sind transparent und demokratisch, die Jurys wechseln in dreijährigem Turnus. Eine weitere Aktivität der Stiftung ist das von Künstlern ins Leben Künstler*innenarchiv in Brauweiler – eine Plattform für die Organisation und Aufbewahrung physischer künstlerischer Nachlässe und Vorlässe.

    Im Jahr 2024 protestierte der Stiftungsrat öffentlichkeitswirksam gegen die von der damaligen Kulturstaatsministerin Clauda Roth noch vorgenommen Budgetkürzung zugunsten der Filmförderung. Auch wenn nach den Protesten das Volumen der Streichung verringert wurde,
    steht theoretisch nun ein Viertel weniger an Budget zur Verfügung. Von Planungssicherheit kann trotzdem keine Rede sein, denn nach dem vorzeitigen Ende der Ampel-Regierung herrscht  immer noch Unklarheit über künftige Förderungen. Auch die Mittel für das laufende Jahr wurden nur vorbehaltlich bewilligt. Sowohl für den Kunstfonds als auch die zu Fördernden ist das eine Herausforderung. Im schlimmsten Fall war die Hallenser Ausstellung also die letzte Präsentation einer vorbildlichen und wünschenswert autonom agierenden Förderderinstitution für Künstler.

    Immerhin sieht der neue Koalitionsvertrag von Union und SPD eine „Stabilisierung“ aller Bundeskulturfonds, damit auch des Kunstfonds, vor. Man darf gespannt sein, ob diese Ankündigung eingehalten wird.

     

    Jörg Wunderlich

  • „A.D.M.D.M.G.A.G.S.H.D.K.S.K.R.M.D.P.A.S.A.W.“ – Gastspiel der Stiftung Kunstfonds in Halle

    „A.D.M.D.M.G.A.G.S.H.D.K.S.K.R.M.D.P.A.S.A.W.“ – Gastspiel der Stiftung Kunstfonds in Halle

    Von Anfang April bis Mitte Mai war in Halle eine Ausstellung mit vornehmlich junger zeitgenössischer Kunst im bundesweiten Fokus zu sehen. Erstmals in Sachsen-Anhalt stellte die in Bonn ansässige Stiftung Kunstfonds Arbeiten aktueller Stipendiaten aus. Die in den Räumlichkeiten der Kunststiftung Sachsen-Anhalt realisierte Ausstellung entsprach in ihrer thematischen Breite und der Vielgestaltigkeit der eingesetzen Medien einer Übersichtsschau.

    Ein kuratorisches Team mit der Halleschen Künstlerin Christine Bergmann als Jurymitglied wählte dafür elf Positionen aus einem Pool mit mehr als 80 zuletzt mit einem Arbeitsstipendium geförderten Künstlerinnen und Künstler aus.

    Wer die Ausstellung erkunden wollte, betrat als erstes eine Installation von Anna Schimkat. Mit einer Reihe fiktiver Baustützen definierte die Künstlerin das Areal einer räumlichen Intervention. An den vertikalen Elementen angebrachte Druckschalter ermöglichten haptische Interaktion. Betätigte man die Schalter, ertönten getaktete akustische Signale, wie sie an Verkehrsampeln verwendet werden. Diese verdichteten sich je nach Anzahl der Aktivierungen zu einer anschwellenden und schließlich verstörenden Soundsequenz. Zu dieser überzeugenden Arbeit im visuellen Dialog standen einerseits die großformatigen, analog aufgenommenen fotografischen Abstraktionen von Andrea Gruetzner sowie auf der anderen Raumseite die Elemente einer Mixed Media Plastik aus Beton und Stahl von Marta Dyachenko.

    Auf diese urbanen Themensetzungen folgte eine weitere installative Arbeit – bestehend aus einer stufenweisen Anordnung verfremdeter Stuhlobjekte. Spielerisch bis ins Absurde getrieben dekonstruierte der in Bildhauer David Polzin hier anhand eines ikonischen Wohnasseccoires die modernen Erzählungen deutsch-deutscher Designgeschichte.

    Installation von David Polzin

    Der Bildhauer André Wischnewski war zum einen mit einer raumgreifenden Skulptur aus Metalldraht vertreten, zum anderen mit einer mehrteiligen Wandarbeit aus sich überlagernden Papierschnittresten fiktiver Comiczeitschriften. In beiden Arbeiten richtete sich der ästhetische Fokus auf eine Leere des Zwischenraums – entweder als dynamische Aktivierung oder wie im Fall der Papierarbeiten als statisch-konstruktiver Restbestand nach gewaltsamer Entfernung von „Inhalten“.

    Die Malerei von Ry Mordechay zeichnet sich durch ein beiläufig wirkendes Vokabular aus, das aus symbolhaften und flächigen Elementen sowie zeichnerischen Andeutungen besteht. In ihrer bildschirmhaften Objekthaftigkeit verwiesen die beiden in Halle gezeigten Arbeiten zudem auf zeitgenössische elektronische Medien.

    Mordechay

     

    Einen unbestreitbaren Mittel- und Höhepunkt der Ausstellung bildete schließlich die dreiflügelige Filminstallation „EXIT ATHENA“ von Selma Laura Köran. In dieser gemeinsam mit dem Museum Folkwang realisierten Produktion bezieht sich die Künstlerin auf „Hesiods“ Theogonie aus dem Jahr 700 v.Chr. Als Ausgangspunkt und Kontext ihrer opulent inszenierten Collage aus Real- und Animationsszenen setzte Köran ein fiktives letztes Kapitel des antiken Textes. In diesem gerät die Hierarchie der angestammten Götterwelt durch eine rebellische Athene in Bewegung. Neben aufwendig kostümierten Statisten, die auf den Tribünen eines Amphitheaters platziert sind, setzte die Künstlerin Stop-Motion-Szenen unter Verwendung von Knetmassen und Keramik ein. In der medialen Zusammenführung entstand ein ein persiflierender und surreal übersteigerter audiovisueller Parkour.

     

    Install

    Ein mal jährlich vergibt die aus der Künstlerschaft und dem Kunstbetrieb heraus getragene Stiftung Kunstfonds ein Konvolut von gut dotierten Arbeitsstipendien – ohne Altersgrenzen. Die Vergaberegeln sind transparent und demokratisch, die Jurys wechseln in dreijährigem Turnus. Eine weitere Aktivität der Stiftung ist das von Künstlern ins Leben Künstler*innenarchiv in Brauweiler – eine Plattform für die Organisation und Aufbewahrung physischer künstlerischer Nachlässe und Vorlässe.

    Im Jahr 2024 protestierte der Stiftungsrat öffentlichkeitswirksam gegen die von der damaligen Kulturstaatsministerin Clauda Roth noch vorgenommen Budgetkürzung zugunsten der Filmförderung. Auch wenn nach den Protesten das Volumen der Streichung verringert wurde,
    steht theoretisch nun ein Viertel weniger an Budget zur Verfügung. Von Planungssicherheit kann trotzdem keine Rede sein, denn nach dem vorzeitigen Ende der Ampel-Regierung herrscht  immer noch Unklarheit über künftige Förderungen. Auch die Mittel für das laufende Jahr wurden nur vorbehaltlich bewilligt. Sowohl für den Kunstfonds als auch die zu Fördernden ist das eine Herausforderung. Im schlimmsten Fall war die Hallenser Ausstellung also die letzte Präsentation einer vorbildlichen und wünschenswert autonom agierenden Förderderinstitution für Künstler.

    Immerhin sieht der neue Koalitionsvertrag von Union und SPD eine „Stabilisierung“ aller Bundeskulturfonds, damit auch des Kunstfonds, vor. Man darf gespannt sein, ob diese Ankündigung eingehalten wird.

     

    Jörg Wunderlich

  • New York Short Stories // Fotografien von Mario Schneider in Arles

    New York Short Stories
    7. Juli – 30. September 2025 

    Galerie Helle Kammer
    Arles, FR

    Mitten im historischen Zentrum der Stadt Arles öffnet die Galerie Helle Kammer ihre Türen für eine besondere Ausstellung: Mario Schneider, Regisseur, Filmkomponist und Autor, zeigt mit New York Short Stories, dass seine erzählerische Kraft weit über das bewegte Bild hinausreicht. Er präsentiert ein anderes, ruhigeres New York. Abseits des Lärms und der rastlosen Energie, die man mit dieser Metropole verbindet, richtet Schneider seinen Blick auf flüchtige, intime Momente, in denen zwischenmenschliche Begegnungen im Mittelpunkt stehen. Seine Straßenfotografie spiegelt die Perspektive des Filmemachers und Geschichtenerzählers wider. 

    New York Short Stories ist eine Hommage an die Stadt und ihre Bewohner; die Ausstellung findet zeitgleich mit Les Rencontres de la Photographie Arles statt, dem alljährlichen Fotografiefestival. 

    Begleitend zur Ausstellung erscheint im Kehrer Verlag das gleichnamige Fotobuch.

    Ausstellungsort:
    Galerie Helle Kammer
    28 Rue de la Liberté
    13200 Arles, Frankreich

     

    Ausstellungen in Vorbereitung:

    Galerie Schiefes Haus, Wernigerode
    Herbst 2025

    Literaturhaus, Halle (Saale)
    Februar bis April 2026

    Galerie Fenster, Eberswalde
    2026

  • New York Short Stories // Fotografien von Mario Schneider in Arles

    New York Short Stories
    7. Juli – 30. September 2025 

    Galerie Helle Kammer
    Arles, FR

    Mitten im historischen Zentrum der Stadt Arles öffnet die Galerie Helle Kammer ihre Türen für eine besondere Ausstellung: Mario Schneider, Regisseur, Filmkomponist und Autor, zeigt mit New York Short Stories, dass seine erzählerische Kraft weit über das bewegte Bild hinausreicht. Er präsentiert ein anderes, ruhigeres New York. Abseits des Lärms und der rastlosen Energie, die man mit dieser Metropole verbindet, richtet Schneider seinen Blick auf flüchtige, intime Momente, in denen zwischenmenschliche Begegnungen im Mittelpunkt stehen. Seine Straßenfotografie spiegelt die Perspektive des Filmemachers und Geschichtenerzählers wider. 

    New York Short Stories ist eine Hommage an die Stadt und ihre Bewohner; die Ausstellung findet zeitgleich mit Les Rencontres de la Photographie Arles statt, dem alljährlichen Fotografiefestival. 

    Begleitend zur Ausstellung erscheint im Kehrer Verlag das gleichnamige Fotobuch.

    Ausstellungsort:
    Galerie Helle Kammer
    28 Rue de la Liberté
    13200 Arles, Frankreich

     

    Ausstellungen in Vorbereitung:

    Galerie Schiefes Haus, Wernigerode
    Herbst 2025

    Literaturhaus, Halle (Saale)
    Februar bis April 2026

    Galerie Fenster, Eberswalde
    2026

  • New York Short Stories // Fotografien von Mario Schneider in Arles

    New York Short Stories
    7. Juli – 30. September 2025 

    Galerie Helle Kammer
    Arles, FR

    Mitten im historischen Zentrum der Stadt Arles öffnet die Galerie Helle Kammer ihre Türen für eine besondere Ausstellung: Mario Schneider, Regisseur, Filmkomponist und Autor, zeigt mit New York Short Stories, dass seine erzählerische Kraft weit über das bewegte Bild hinausreicht. Er präsentiert ein anderes, ruhigeres New York. Abseits des Lärms und der rastlosen Energie, die man mit dieser Metropole verbindet, richtet Schneider seinen Blick auf flüchtige, intime Momente, in denen zwischenmenschliche Begegnungen im Mittelpunkt stehen. Seine Straßenfotografie spiegelt die Perspektive des Filmemachers und Geschichtenerzählers wider. 

    New York Short Stories ist eine Hommage an die Stadt und ihre Bewohner; die Ausstellung findet zeitgleich mit Les Rencontres de la Photographie Arles statt, dem alljährlichen Fotografiefestival. 

    Begleitend zur Ausstellung erscheint im Kehrer Verlag das gleichnamige Fotobuch.

    Ausstellungsort:
    Galerie Helle Kammer
    28 Rue de la Liberté
    13200 Arles, Frankreich

     

    Ausstellungen in Vorbereitung:

    Galerie Schiefes Haus, Wernigerode
    Herbst 2025

    Literaturhaus, Halle (Saale)
    Februar bis April 2026

    Galerie Fenster, Eberswalde
    2026

  • Clara S. Rueprich // SILENT NOISE

    Buchpremiere 

    Lesung mit Janin Wölke, Kurt Mondaugen und Udo Grashoff

    galerie intershop
    Baumwollspinnerei Leipzig

    Donnerstag, 26. Juni 2025
    19:00 Uhr

    Silent Noise ist eine besondere Art der Stille, die Vorahnung und Warnung zugleich birgt. Es ist eine Frequenz, die das menschliche Ohr nicht hören kann. Silent Noise ist die Stille, die oft vor Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Tsunamis wahrgenommen wird. Es ist die Abwesenheit von Tönen und Geräuschen, die uns in trügerischer Sicherheit wiegt.

    Clara S. Rueprichs Filmsequenzen, Fotografien und Installationen schaffen Erfahrungsräume, die das evozieren, was gemeinhin als „Natur“ bezeichnet wird. Die Arbeiten sind durch eine intuitive Herangehensweise an vorgefundene Situationen entstanden. Ihre Kompositionen bergen spannungsgeladene Momente inmitten kontemplativer Szenarien. Die in dem Buch versammelten Werke kreisen um Silent Noise als Signum einer Welt, die unabhängig von uns besteht und die den schwankenden Daseinsgrund menschlicher Existenz offenbart.

    An diesem Abend lesen Janin Wölke, Kurt Mondaugen und Udo Grashoff literarische Texte, die sich auf assoziative Weise auf die Arbeiten und Themen von Clara Rueprich beziehen.

     

    C L A R A   S.  R U E P R I C H

    Katalog
    SILENT NOISE 
    Kerber-Verlag 2025

  • Clara S. Rueprich // SILENT NOISE

    Buchpremiere 

    Lesung mit Janin Wölke, Kurt Mondaugen und Udo Grashoff

    galerie intershop
    Baumwollspinnerei Leipzig

    Donnerstag, 26. Juni 2025
    19:00 Uhr

    Silent Noise ist eine besondere Art der Stille, die Vorahnung und Warnung zugleich birgt. Es ist eine Frequenz, die das menschliche Ohr nicht hören kann. Silent Noise ist die Stille, die oft vor Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Tsunamis wahrgenommen wird. Es ist die Abwesenheit von Tönen und Geräuschen, die uns in trügerischer Sicherheit wiegt.

    Clara S. Rueprichs Filmsequenzen, Fotografien und Installationen schaffen Erfahrungsräume, die das evozieren, was gemeinhin als „Natur“ bezeichnet wird. Die Arbeiten sind durch eine intuitive Herangehensweise an vorgefundene Situationen entstanden. Ihre Kompositionen bergen spannungsgeladene Momente inmitten kontemplativer Szenarien. Die in dem Buch versammelten Werke kreisen um Silent Noise als Signum einer Welt, die unabhängig von uns besteht und die den schwankenden Daseinsgrund menschlicher Existenz offenbart.

    An diesem Abend lesen Janin Wölke, Kurt Mondaugen und Udo Grashoff literarische Texte, die sich auf assoziative Weise auf die Arbeiten und Themen von Clara Rueprich beziehen.

     

    C L A R A   S.  R U E P R I C H

    Katalog
    SILENT NOISE 
    Kerber-Verlag 2025

  • Clara S. Rueprich // SILENT NOISE

    Buchpremiere 

    Lesung mit Janin Wölke, Kurt Mondaugen und Udo Grashoff

    galerie intershop
    Baumwollspinnerei Leipzig

    Donnerstag, 26. Juni 2025
    19:00 Uhr

    Silent Noise ist eine besondere Art der Stille, die Vorahnung und Warnung zugleich birgt. Es ist eine Frequenz, die das menschliche Ohr nicht hören kann. Silent Noise ist die Stille, die oft vor Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Tsunamis wahrgenommen wird. Es ist die Abwesenheit von Tönen und Geräuschen, die uns in trügerischer Sicherheit wiegt.

    Clara S. Rueprichs Filmsequenzen, Fotografien und Installationen schaffen Erfahrungsräume, die das evozieren, was gemeinhin als „Natur“ bezeichnet wird. Die Arbeiten sind durch eine intuitive Herangehensweise an vorgefundene Situationen entstanden. Ihre Kompositionen bergen spannungsgeladene Momente inmitten kontemplativer Szenarien. Die in dem Buch versammelten Werke kreisen um Silent Noise als Signum einer Welt, die unabhängig von uns besteht und die den schwankenden Daseinsgrund menschlicher Existenz offenbart.

    An diesem Abend lesen Janin Wölke, Kurt Mondaugen und Udo Grashoff literarische Texte, die sich auf assoziative Weise auf die Arbeiten und Themen von Clara Rueprich beziehen.

     

    C L A R A   S.  R U E P R I C H

    Katalog
    SILENT NOISE 
    Kerber-Verlag 2025

  • „Wir sollten uns eine schöne Rast halten“. Olaf Wegewitz und Gleims Hüttchen

    Sonderausstellung
    21. Juni bis 21. Sept. 2025

    Gleimhaus
    Museum der deutschen Aufklärung
    Domplatz 31
    38820 Halberstadt

    Vernissage 
    20. Juni 2025, 18:00 Uhr

    Die Ausstellung führt die Werke von Olaf Wegewitz mit historischen Objekten zu „Hüttchen“ und Gleims Garten zusammen. Im Garten finden sich künstlerische Interventionen.

    1794 erschien Gleims Gedichtsammlung „Das Hüttchen“. Die Zeiten waren schwierig: Krieg, erbitterte Debatten, tiefgreifende Veränderungen und, wie es Gleim schien, ein grassierendes Unzufriedenheitssyndrom machten den Menschen das Leben schwer.

    Das „Hüttchen“ war erdacht als Schutzzone, in der die Werte der Humanität durch die Krise bewahrt werden, um sie in besseren Zeiten von hier wieder ausgehen zu lassen. Ihre Inspiration bezog diese Dichtung aus Gleims Garten vor der Stadt. Heute ist das Areal eine Parkanlage.

    Der Künstler und Naturphilosoph Olaf Wegewitz fühlt sich Gleim in dessen Empathie für Mensch und Natur verbunden. Das „Hüttchen“ des Dichters verknüpft sich im Denken des Künstlers mit der Vorstellung eines Refugiums außerhalb der Zivilisation, das zum Nachdenken über die Welt einlädt. Im Zentrum der Ausstellung steht eine Serie von Collagen, die im Miteinander von Handzeichnung, Schabloniertem und Gedrucktem, von gegenständlichen Motiven, atmosphärischer Malerei und collagierten Schriftkarten Variationen über das „Hüttchen“ darbieten. Als Bildträger dienen dabei ältere Arbeiten des Künstlers, Ergebnisse einer Beschäftigung mit einer mittelalterlichen Weltkarte, die somit das Ambiente für Gleims „Hüttchen“ abgibt.

    Tel: 03941 6871-0
    E-Mail: gleimhaus@halberstadt.de

  • „Wir sollten uns eine schöne Rast halten“. Olaf Wegewitz und Gleims Hüttchen

    Sonderausstellung
    21. Juni bis 21. Sept. 2025

    Gleimhaus
    Museum der deutschen Aufklärung
    Domplatz 31
    38820 Halberstadt

    Vernissage 
    20. Juni 2025, 18:00 Uhr

    Die Ausstellung führt die Werke von Olaf Wegewitz mit historischen Objekten zu „Hüttchen“ und Gleims Garten zusammen. Im Garten finden sich künstlerische Interventionen.

    1794 erschien Gleims Gedichtsammlung „Das Hüttchen“. Die Zeiten waren schwierig: Krieg, erbitterte Debatten, tiefgreifende Veränderungen und, wie es Gleim schien, ein grassierendes Unzufriedenheitssyndrom machten den Menschen das Leben schwer.

    Das „Hüttchen“ war erdacht als Schutzzone, in der die Werte der Humanität durch die Krise bewahrt werden, um sie in besseren Zeiten von hier wieder ausgehen zu lassen. Ihre Inspiration bezog diese Dichtung aus Gleims Garten vor der Stadt. Heute ist das Areal eine Parkanlage.

    Der Künstler und Naturphilosoph Olaf Wegewitz fühlt sich Gleim in dessen Empathie für Mensch und Natur verbunden. Das „Hüttchen“ des Dichters verknüpft sich im Denken des Künstlers mit der Vorstellung eines Refugiums außerhalb der Zivilisation, das zum Nachdenken über die Welt einlädt. Im Zentrum der Ausstellung steht eine Serie von Collagen, die im Miteinander von Handzeichnung, Schabloniertem und Gedrucktem, von gegenständlichen Motiven, atmosphärischer Malerei und collagierten Schriftkarten Variationen über das „Hüttchen“ darbieten. Als Bildträger dienen dabei ältere Arbeiten des Künstlers, Ergebnisse einer Beschäftigung mit einer mittelalterlichen Weltkarte, die somit das Ambiente für Gleims „Hüttchen“ abgibt.

    Tel: 03941 6871-0
    E-Mail: gleimhaus@halberstadt.de