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  • „participant observer“ in Zürich

    Die Ausstellung „participant observer – Leni Sinclair“ der Akademie der Künste Sachsen-Anhalt ist im September in der Photobastei Zürich sehen, hier angekündigt von HOLLOW SKAI im Skai Report Vol. 17.

    The Skai Report Vol. 17 | skaichannel

  • Ein Leben für das Buch: Zum Tod von Klaus Pankow (1953–2022)

    Eines der letzten Bücher, das er im Haus der Generationen auf dem Tisch von Klaus Pankow liegen sah, erzählt Akademiekollege Jörg Wunderlich, war „Mensch Gott!“ von Wolf Biermann, das Ende 2021 zu dessen 85. Geburtstag bei Suhrkamp erschien. Weitere Freunde aus der Akademie der Künste Sachsen-Anhalt, deren korrespondierendes Mitglied er war, neben Wunderlich wären noch Thomas Blase und Wieland Krause zu nennen, besuchten ihn in seinem Domizil, hielten den Kontakt. Pankow blieb über Bücher der Kunst verbunden – auch die Lektüre von „oda“, der Literaturzeitschrift des Landes, die ich ihm nach Erscheinen regelmäßig sandte, genoss er, kommentierte die jeweils neue Ausgabe.

    Es zeigt, dass Pankow seine Neugier auf die Literatur, seine Heimat im Buch stets behalten hat. Eine redliche und wohl unstillbare Neugier, die in seiner Zeit als Lektor und Herausgeber bei Kiepenheuer und Reclam Büchern auf die Welt half, die zu stillen Legenden wurden: „Das Gesicht eines jeden in der Menge“ etwa, Bände von Walter Jens, Eugen Gomringer, Ernst Jandl, die ohne sein Zutun, ohne seine Bekanntschaft in der späten DDR wohl nicht erschienen wären.

    Auch mit Thomas Brasch, bis heute und nun wieder in aller Munde, verwirklichte er einen Reclam-Auswahlband. Nach dem Mauerfall war Klaus Pankow wohl der erste ostdeutsche Lektor, der Brasch in Westberlin besuchte – eben aus solchen Begegnungen, der persönlichen Bekanntschaft mit den Großen resultierten immer wieder Veröffentlichungen. So wurde Pankow selbst zur Legende, nicht laut, aber beständig und kritisch. Und führte seine Rezensions- und kommentierende Arbeit, die sich vor der Wende in einer Reihe Artikel vor allem in Zeitungen niederschlug, auch nach der Wiedervereinigung fort. Nach seiner Pensionierung dokumentierte er sie in zwei streng kompilierten Bänden: „Die Einzelheit“ (Verlag Roland Heinrich 2012) und „In Grenzen lesen“ (ebenda 2013).  

    Auch wenn er sich nach 1990 sich neue Arbeitsfelder suchen musste, als Leiter der halleschen Stadtbibliothek, im Pressestab des jeweiligen Stadtoberhaupts, blieb er der Arbeit an der Inaugenscheinnahme der neuesten Literatur stets verbunden, als Verfasser lichtvoller Essays, zu Joachim Walther etwa oder Ronald M. Schernikau, dessen große Gabe er frühzeitig erkannte. Pankow war und blieb Homme de lettre, auch lektorierte er wieder, für die Dresdner Mini Edition, für den Mitteldeutschen Verlag, in dem er die Herausgabe eines Bands von Lothar Rochau initiierte und die Neuausgabe des „Windhahnsyndrom“-Romans von Winfried Völlger anstieß – das Buch war in den Wendewirren auf dem Müll gelandet.

    In der „Poesiealbum“-Reihe im Märkischen Verlag besorgte er u. a. die Auswahl der Gedichte von Christoph Kuhn; auch ich verdanke ihm außer einer immerwährenden Ermutigung seit dem ersten Buch 1994 einen fruchtbaren Austausch in Brief und Gespräch sowie das Lektorat zweier meiner Bücher. Die Zuwahl in die Akademie der Künste des Landes empfand er als Ehre und Freude – auch hier brachte er sich bei den Soiréen und in der Zuarbeit für die Zeitschrift der Gesellung ein. Daneben erschienen seine Texte in „Ossietzky“ und in der „Halleschen Störung“. Diese Texte bleibt es nun zu lesen und sich an diesen Büchermenschen zu erinnern, seine Hingabe an die Literatur, vor allem die Lyrik der Gegenwart.

    Seit einigen Jahren ging es dem gebürtigen Schweriner nicht gut, am 17. Mai 2022 ist Klaus Pankow gestorben. Seine Stimme, sein Urteil fehlen. Unvergessen sein Auftritt im Literaturhaus Halle 2018 – anlässlich der ersten Soirée der Akademie der Künste sprach Pankow mit Thomas Bille über den DDR-Literaturbetrieb, der „von Zensur, Hierarchien und ‚Rotlichtbestrahlung‘ geprägt war, aber auch eine besondere Nähe zwischen Lektor und Autor ermöglichte“ und eben, dank ihm, die Bekanntschaft des ostdeutschen Lesepublikums mit Größen wie Karin Kiwus, Rolf-Dieter Brinkmann, Peter Rühmkorf, Ursula Krechel usw., usf.

    Die Akademie der Künste Sachsen-Anhalt gedenkt ihres Mitglieds. Danke, Klaus! 

    André Schinkel im Namen der Akademie

  • Ein Leben für das Buch: Zum Tod von Klaus Pankow (1953–2022)

    Eines der letzten Bücher, das er im Haus der Generationen auf dem Tisch von Klaus Pankow liegen sah, erzählt Akademiekollege Jörg Wunderlich, war „Mensch Gott!“ von Wolf Biermann, das Ende 2021 zu dessen 85. Geburtstag bei Suhrkamp erschien. Weitere Freunde aus der Akademie der Künste Sachsen-Anhalt, deren korrespondierendes Mitglied er war, neben Wunderlich wären noch Thomas Blase und Wieland Krause zu nennen, besuchten ihn in seinem Domizil, hielten den Kontakt. Pankow blieb über Bücher der Kunst verbunden – auch die Lektüre von „oda“, der Literaturzeitschrift des Landes, die ich ihm nach Erscheinen regelmäßig sandte, genoss er, kommentierte die jeweils neue Ausgabe.

    Es zeigt, dass Pankow seine Neugier auf die Literatur, seine Heimat im Buch stets behalten hat. Eine redliche und wohl unstillbare Neugier, die in seiner Zeit als Lektor und Herausgeber bei Kiepenheuer und Reclam Büchern auf die Welt half, die zu stillen Legenden wurden: „Das Gesicht eines jeden in der Menge“ etwa, Bände von Walter Jens, Eugen Gomringer, Ernst Jandl, die ohne sein Zutun, ohne seine Bekanntschaft in der späten DDR wohl nicht erschienen wären.

    Auch mit Thomas Brasch, bis heute und nun wieder in aller Munde, verwirklichte er einen Reclam-Auswahlband. Nach dem Mauerfall war Klaus Pankow wohl der erste ostdeutsche Lektor, der Brasch in Westberlin besuchte – eben aus solchen Begegnungen, der persönlichen Bekanntschaft mit den Großen resultierten immer wieder Veröffentlichungen. So wurde Pankow selbst zur Legende, nicht laut, aber beständig und kritisch. Und führte seine Rezensions- und kommentierende Arbeit, die sich vor der Wende in einer Reihe Artikel vor allem in Zeitungen niederschlug, auch nach der Wiedervereinigung fort. Nach seiner Pensionierung dokumentierte er sie in zwei streng kompilierten Bänden: „Die Einzelheit“ (Verlag Roland Heinrich 2012) und „In Grenzen lesen“ (ebenda 2013).  

    Auch wenn er sich nach 1990 sich neue Arbeitsfelder suchen musste, als Leiter der halleschen Stadtbibliothek, im Pressestab des jeweiligen Stadtoberhaupts, blieb er der Arbeit an der Inaugenscheinnahme der neuesten Literatur stets verbunden, als Verfasser lichtvoller Essays, zu Joachim Walther etwa oder Ronald M. Schernikau, dessen große Gabe er frühzeitig erkannte. Pankow war und blieb Homme de lettre, auch lektorierte er wieder, für die Dresdner Mini Edition, für den Mitteldeutschen Verlag, in dem er die Herausgabe eines Bands von Lothar Rochau initiierte und die Neuausgabe des „Windhahnsyndrom“-Romans von Winfried Völlger anstieß – das Buch war in den Wendewirren auf dem Müll gelandet.

    In der „Poesiealbum“-Reihe im Märkischen Verlag besorgte er u. a. die Auswahl der Gedichte von Christoph Kuhn; auch ich verdanke ihm außer einer immerwährenden Ermutigung seit dem ersten Buch 1994 einen fruchtbaren Austausch in Brief und Gespräch sowie das Lektorat zweier meiner Bücher. Die Zuwahl in die Akademie der Künste des Landes empfand er als Ehre und Freude – auch hier brachte er sich bei den Soiréen und in der Zuarbeit für die Zeitschrift der Gesellung ein. Daneben erschienen seine Texte in „Ossietzky“ und in der „Halleschen Störung“. Diese Texte bleibt es nun zu lesen und sich an diesen Büchermenschen zu erinnern, seine Hingabe an die Literatur, vor allem die Lyrik der Gegenwart.

    Seit einigen Jahren ging es dem gebürtigen Schweriner nicht gut, am 17. Mai 2022 ist Klaus Pankow gestorben. Seine Stimme, sein Urteil fehlen. Unvergessen sein Auftritt im Literaturhaus Halle 2018 – anlässlich der ersten Soirée der Akademie der Künste sprach Pankow mit Thomas Bille über den DDR-Literaturbetrieb, der „von Zensur, Hierarchien und ‚Rotlichtbestrahlung‘ geprägt war, aber auch eine besondere Nähe zwischen Lektor und Autor ermöglichte“ und eben, dank ihm, die Bekanntschaft des ostdeutschen Lesepublikums mit Größen wie Karin Kiwus, Rolf-Dieter Brinkmann, Peter Rühmkorf, Ursula Krechel usw., usf.

    Die Akademie der Künste Sachsen-Anhalt gedenkt ihres Mitglieds. Danke, Klaus! 

    André Schinkel im Namen der Akademie

  • Ein Leben für das Buch: Zum Tod von Klaus Pankow (1953–2022)

    Eines der letzten Bücher, das er im Haus der Generationen auf dem Tisch von Klaus Pankow liegen sah, erzählt Akademiekollege Jörg Wunderlich, war „Mensch Gott!“ von Wolf Biermann, das Ende 2021 zu dessen 85. Geburtstag bei Suhrkamp erschien. Weitere Freunde aus der Akademie der Künste Sachsen-Anhalt, deren korrespondierendes Mitglied er war, neben Wunderlich wären noch Thomas Blase und Wieland Krause zu nennen, besuchten ihn in seinem Domizil, hielten den Kontakt. Pankow blieb über Bücher der Kunst verbunden – auch die Lektüre von „oda“, der Literaturzeitschrift des Landes, die ich ihm nach Erscheinen regelmäßig sandte, genoss er, kommentierte die jeweils neue Ausgabe.

    Es zeigt, dass Pankow seine Neugier auf die Literatur, seine Heimat im Buch stets behalten hat. Eine redliche und wohl unstillbare Neugier, die in seiner Zeit als Lektor und Herausgeber bei Kiepenheuer und Reclam Büchern auf die Welt half, die zu stillen Legenden wurden: „Das Gesicht eines jeden in der Menge“ etwa, Bände von Walter Jens, Eugen Gomringer, Ernst Jandl, die ohne sein Zutun, ohne seine Bekanntschaft in der späten DDR wohl nicht erschienen wären.

    Auch mit Thomas Brasch, bis heute und nun wieder in aller Munde, verwirklichte er einen Reclam-Auswahlband. Nach dem Mauerfall war Klaus Pankow wohl der erste ostdeutsche Lektor, der Brasch in Westberlin besuchte – eben aus solchen Begegnungen, der persönlichen Bekanntschaft mit den Großen resultierten immer wieder Veröffentlichungen. So wurde Pankow selbst zur Legende, nicht laut, aber beständig und kritisch. Und führte seine Rezensions- und kommentierende Arbeit, die sich vor der Wende in einer Reihe Artikel vor allem in Zeitungen niederschlug, auch nach der Wiedervereinigung fort. Nach seiner Pensionierung dokumentierte er sie in zwei streng kompilierten Bänden: „Die Einzelheit“ (Verlag Roland Heinrich 2012) und „In Grenzen lesen“ (ebenda 2013).  

    Auch wenn er sich nach 1990 sich neue Arbeitsfelder suchen musste, als Leiter der halleschen Stadtbibliothek, im Pressestab des jeweiligen Stadtoberhaupts, blieb er der Arbeit an der Inaugenscheinnahme der neuesten Literatur stets verbunden, als Verfasser lichtvoller Essays, zu Joachim Walther etwa oder Ronald M. Schernikau, dessen große Gabe er frühzeitig erkannte. Pankow war und blieb Homme de lettre, auch lektorierte er wieder, für die Dresdner Mini Edition, für den Mitteldeutschen Verlag, in dem er die Herausgabe eines Bands von Lothar Rochau initiierte und die Neuausgabe des „Windhahnsyndrom“-Romans von Winfried Völlger anstieß – das Buch war in den Wendewirren auf dem Müll gelandet.

    In der „Poesiealbum“-Reihe im Märkischen Verlag besorgte er u. a. die Auswahl der Gedichte von Christoph Kuhn; auch ich verdanke ihm außer einer immerwährenden Ermutigung seit dem ersten Buch 1994 einen fruchtbaren Austausch in Brief und Gespräch sowie das Lektorat zweier meiner Bücher. Die Zuwahl in die Akademie der Künste des Landes empfand er als Ehre und Freude – auch hier brachte er sich bei den Soiréen und in der Zuarbeit für die Zeitschrift der Gesellung ein. Daneben erschienen seine Texte in „Ossietzky“ und in der „Halleschen Störung“. Diese Texte bleibt es nun zu lesen und sich an diesen Büchermenschen zu erinnern, seine Hingabe an die Literatur, vor allem die Lyrik der Gegenwart.

    Seit einigen Jahren ging es dem gebürtigen Schweriner nicht gut, am 17. Mai 2022 ist Klaus Pankow gestorben. Seine Stimme, sein Urteil fehlen. Unvergessen sein Auftritt im Literaturhaus Halle 2018 – anlässlich der ersten Soirée der Akademie der Künste sprach Pankow mit Thomas Bille über den DDR-Literaturbetrieb, der „von Zensur, Hierarchien und ‚Rotlichtbestrahlung‘ geprägt war, aber auch eine besondere Nähe zwischen Lektor und Autor ermöglichte“ und eben, dank ihm, die Bekanntschaft des ostdeutschen Lesepublikums mit Größen wie Karin Kiwus, Rolf-Dieter Brinkmann, Peter Rühmkorf, Ursula Krechel usw., usf.

    Die Akademie der Künste Sachsen-Anhalt gedenkt ihres Mitglieds. Danke, Klaus! 

    André Schinkel im Namen der Akademie

  • Eindrücke von der Präsentation des Landschaftskunstprojekts RESONANZEN in Kannawurf

    Eindrücke von der Präsentation des Landschaftskunstprojekts RESONANZEN in Kannawurf

    Am 14. u. 15 Mai 2022 fand in Kannawurf die öffentliche Präsentation der Ergebnisse des mehrjährigen Projekts RESONANZEN statt.

    8 Künstler entwickelten während mehrmaliger Residenzen auf Schloss Kannawurf künstlerische Arbeiten auf der Basis ihrer Auseinandersetzung mit der umgebenden Landschaft, ihrer Schönheit und ihren vielfältigen Konflikten. Während einer Ausstellung im Kornboden des Schlosses und auf zwei geführten Wanderungen zu den in der Landschaft verorteten Arbeiten konnten sich die Besucher den Gedanken und Intentionen der Künstler nähern und die Arbeiten in der Landschaft besichtigen.
    Im Folgenden gibt es eine kleinen fotografischen Eindruck dieser beiden Tage.

    8 Künstler – 8 Projekte:

    Carl Vetter, KANNAWURF_ nah  und  fern
    ‚LOIPE‘ :  eine versteckte Blühwiese oberhalb des Dorfes Sachsenburg. Das Gelände ist an den Rändern mit grünen Holzstäben gekennzeichnet. Folgt der Betrachter den Markierungen, umrundet er das gesamte Areal. An vielen Seiten begrenzt dichter Wald die Sicht, immer wieder öffnet sich das geschwungene Gelände auch auf weit ins Land reichende Fernsichten. Sich bewusst mit allen Sinnen auf dieses beispielhafte Stück Land einzulassen ist die Idee für diese Arbeit. 
    (Fotos: Thomas Blase)
    {gallery}2022/Resonanzen/Carl{/gallery}  

    ‚LICHT – BLICK‘ :   eine langgestreckte Wiese am steilen Berghang auf der anderen Seite der Unstrut, schräg gegenüber der Sachsenburg. Auf dem Gelände wird eine Linie abgesteckt, die durch die Auseinandersetzung mit dem Umfeld und dem Bewuchs an den Rändern abgeleitet ist. Bei Dunkelheit wird die Linie durch das flackernde Licht brennender Wachsfackeln weithin sichtbar. Etwa eine dreiviertel Stunde lang kann das Auftauchen und wieder Verlöschen der Flammen beobachtet werden. Aufgrund des großem Abstandes des Betrachters wird auch das gesamte Umfeld wahrgenommen, das Eingebettetsein der Wiese in die sie umgebende Landschaft.
    (Fotos: Tino Trautmann, Thomas Blase)
    {gallery}2022/Resonanzen/Lichtblick{/gallery} 

    Felicitas Fäßler, weisse Flecken
    Eine Sandgrube, ein Hohlweg, eine Streuobstwiese mit abgestorbenen Bäumen … solche Biotope rings um Kannawurf sind Ausgangspunkt für die Arbeit, die im Rahmen des „Resonanzen Landschaftskunstprojekts“ entstanden ist. Inselgleich treten die Orte zwischen den riesigen, gleichmäßig gefurchten Äckern hervor. Grüne Wegmarken auf monochromem Grund. In Anlehnung an das orientierungsstiftende Werkzeug der Karte, werden die Orte aus der Vogelperspektive gezeigt. Die Motive basieren auf 3D-Modellen, die aus Datensätzen geodätischer Landschaftsvermessung erstellt und partiell mit Satellitenbildern koloriert wurden. Analog zu den weißen Flecken, die das unerschlossene Gebiet auf alten Plänen bezeichneten und heute sprichwörtlich ein unbekanntes Wissensgebiet markieren, bleiben die Texturen der Modelle teilweise ausgespart. Gefaltet als Landkarten können die Bilder in das Gelände zurückgetragen und mit individuellen Eindrücken abgeglichen werden.
    (Fotos: Felicitas Fäßler, Thomas Blase)
    {gallery}2022/Resonanzen/Flecken{/gallery} 


    Lasse-Marc Riek
    , KlangKompassKannawurf – Ein Soundatlas aus 4 Himmelsrichtungen von Lasse-Marc Riek 
    Jeder Ort hat seinen spezifischen Klang, jede Situation klingt anders. Die aus der kanadischen Soundscape-Bewegung entwickelte Methode der Hörspaziergänge beinhaltet die Erkundung von Umgebungen, Orten und Situationen mit Konzentration auf das Geräusch. Über die Sensibilisierung des Hörsinns entstehen neuen Perspektiven und Eindrücke des durchschrittenen Raumes. Wie klingt die Umgebung Kannawurf und welche spezifischen Klangorte gibt es? Diesen Fragen folgend wanderte Riek mit offenen Ohren, Mikrofonen und Sensoren zu unterschiedlichen Jahreszeiten durch die Landschaft und zeichnete Klangorte auf. Ausgehend vom Schloss Kannawurf wurden 4 Klangorte sonifiziert und in Kompositionen überführt. Die Kompositionen sind nach zuhören. Innerhalb der Festivaltage wird Riek eine temporäre Klangperformance an der Burgruine Sachsenburg aufführen.

    1. Hörspaziergang „Obere Sachsenburg“ 20:48 Min.
    2. Hörspaziergang „Hainleite Höhe Kannawurf“ 21:52 Min.
    3. Hörspaziergang „KlangRaum Kindelbrück“ 25:52 Min.
    4. Hörspaziergang „Windkraftpark Sprötau“ 14:24 Min.

    (Fotos: Thomas Blase)
    {gallery}2022/Resonanzen/Klangkompass{/gallery} 

    Tina Flau, „Rosaceae“ –  Künstlerische Gestaltungen in ausgewählten Hohlwegen und ehemaligen Obstplantagen der nördlichen Agrarflur von Kannawurf
    Die nördliche Agrarlandschaft von Kannawurf macht einen unwirklichen Eindruck. Der industrielle Landbau hat den Raum bis auf wenige ökologische und kulturhistorische Elemente entleert. Ich habe Orte  gesucht, in denen noch eine Vielfalt lebt. Hier haben die wild bewachsenen Hohlwege und aufgelassenen Obstplantagen meine Zuneigung gefunden und ich sehe sie als bedroht an. Diese wichtigen Zeugnisse  alter Landeskultur müssen geschützt und erhalten bleiben, zumal sie auch als Ausgangs- und Zielpunkte einer Wiederbelebung dienen können. Im Wappen von Kannawurf sind zwei Blüten von Rosaceaen  (Rosengewächse) dargestellt. Die Bedeutung dieser Gattung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, für die ökologischen Prozesse und auch für unsere Ernährung (bekannte Obstarten). Generell geht es  darum, dass die Landschaft wieder als ein Ort des Lebens positiv wahrgenommen werden kann; dazu sollen Aufenthalts- und Gestaltqualitäten entwickelt werden.
    – Rosafarbene Bäume: eine Gruppe sowie einzelne Obstbäume wurden mit rosafarbenen Baumwollstreifen umwickelt, sodass eine fremdartige Fern- und Nahwirkung entsteht.
    – Rosafarbene Beschilderung: zwei Hohlwege haben Namensschilder erhalten, als Wegweiser und Würdigung: „Hagebuttenweg“ und „Wildrosenweg“.
    – Rosafarbene Sitzbänke sind an besonders schönen Orten platziert worden, um die Aufenthaltsqualität in der Landschaft zu erhöhen.
    – Rosafarbene Info-Schilder mit Texten zu Rosen und Rosengewächsen sind in Kannawurf an Rosenstöcken von Privatgärten aufgestellt worden.
    (Fotos: Thomas Blase)
    {gallery}2022/Resonanzen/Rosaceae{/gallery} 

     

    Anne Baumann, Offener Brief der Wildpflanzen und Wildtiere der „Rabenhütte“
    In ihrem Offenen Brief wenden sich die Wildtiere und Wildpflanzen der „Rabenhütte“ bei Kannawurf direkt an die Menschen: sie fordern nicht nur einen Waffenstillstand, sondern auch, dass ihnen „soviel zurückerstattet werden muss, wie sie uns, den Menschen, gegeben haben.“ Ausgangspunkt ist der „Naturvertrag“ von Michel Serres, der einen neuen Gesellschaftsvertrag vorsieht, in dem Pflanzen, Tiere und die Welt (Natur) ebenso juristische Subjekte sind wie wir Menschen.
    Diese philosophische Idee findet in einigen Teilen der Welt bereits Anwendung und hat zum Ziel den Kriegszustand, in welchem sich die Menschheit mit der Welt (Natur) befindet, zu überwinden. Auch für die Region Kannawurf scheint diese Vision sinnvoll. Denn Gespräche mit der lokalen Bevölkerung haben gezeigt, dass der Landschaftswandel hin zu großflächigen Monokulturen nicht nur als Verlust der Artenvielfalt, sondern auch als Gefahr für die eigene Gesundheit und Eigentum wahrgenommen wird.
    Veröffentlicht wird der Offene Brief in einem Schaukasten, den ich aus jenem Müll gebaut habe, den manche Menschen mutwillig Schaden verursachend in die ehemalige Sandgrube „Rabenhüttte“ bei Kannawurf abgeladen haben. Der Schaukasten ist an der „Rabenhütte“ aufgestellt und auch im Internet werden die Wildpflanzen und Wildtiere der „Rabenhütte“ ihren Offenen Brief bekannt geben.
    (Fotos: Thomas Blase)
    {gallery}2022/Resonanzen/Rabenhuette{/gallery}

     


    Jens Klein
    , Dellen und Muster, 2022
    Mit dem Auto von Sachsenburg kommend Richtung Kannawurf, kurz vor der Kurve, ist eine kleine Vertiefung in der Straße, eine Delle. Beim Überfahren spürt man eine leichte Erschütterung. Kurz vor dem Ende des 2.Weltkrieges stürzte ein deutsches Flugzeug direkt neben der Straße hinter Kannawurf ab. Man konnte nichts sehen, weil die Stelle abgesperrt war, erzählte Frau Ernst im September 2021. Sie ist mit fast 100 Jahren die älteste Bewohnerin des Ortes.
    Auf der Suche nach dieser Delle fand ich Geschichten, die die Menschen in Kannawurf in den letzten 100 Jahren erlebten und Bilder sie bis heute begleiten. Für die älteren Bewohner*Innen, sind es vor allem der Krieg, die Vertreibung und Flucht, obwohl diese fast 80 Jahre zurückliegen.
    Schreiben sich geschichtliche Ereignisse und Veränderungen in die Landschaft ein, so wie sich das Erlebte ins Gedächtnis einprägt? Luftaufnahmen aus dem Zeitraum von 1944 bis zum Jahr 2020, die den Ort und die Landschaft um Kannawurf zeigen, sollen Auskunft geben.

    Ellen Brix, 6400 m²
    Diesem Projekt dient das artifizielle der Landschaftsarchitektur, hier Beispiel nehmend an einem Labyrinthentwurf von J. Peschel (1535-1599), im Kontrast zur flächendeckenden Monokultur der heutigen gewinnorientierten Agrarwirtschaft, als Grundlage. Der Gedanke der inneren Einkehr und des Zwiegesprächs auf dem Weg zum Zentrum des Labyrinths, im Spannungsfeld zur sich verlierenden Weite der Nutzlandschaft und der einseitigen, scheinbar unreflektierten Bebauung, sind der Ausgangspunkt dieser Arbeit. 

    Ralf Hoyer, ZEITgeteilt-PLANETENSPIEL Klanginstallation
    Die Zeit beschreibt die Abfolge von Ereignissen, hat also eine eindeutige, nicht umkehrbare Richtung. Sie ist eine physikalische Größe. Das allgemein übliche Formelzeichen der Zeit ist t, ihre SI-Einheit ist die Sekunde s. Daraus leiten sich unmittelbar die Einheiten Minute und Stunde ab, mittelbar (über die Erdbewegung und gesetzlich festgelegte Schaltsekunden) auch Tag und Woche, dazu (abhängig vom Kalender) Monat, Jahr. Nachdem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachgewiesen wurde, dass die Länge des mittleren Sonnentages unregelmäßigen Schwankungen unterliegt und langfristig zunimmt,[1] wurde die Ephemeridenzeit eingeführt, die auf der gleichmäßigeren Planetenbewegung beruhte (Wikipedia). Stellen Sie sich vor, die Venus liefe nicht in 5392,8 Stunden einmal um die Sonne, sondern in 2696,4 – also mit doppelter Frequenz. Diese Frequenz noch einmal verdoppelt ergäbe eine Umlaufzeit von 1348,2 Stunden… Schließlich, nach weiteren 30 Frequenzverdopplungen (oder Oktaven), wären wir mit 221,23 Umläufen der Venus um die Sonne pro Sekunde in einem Bereich, den wir hören könnten. In ZEITgeteilt / PLANETENSPIEL sind Klänge zu hören, die auf die beschriebene Weise aus den Umlaufzeiten der 8 Planeten abgeleitet sind. Für angemessene Transzendenzerfahrung möge bitte jede(r) selbst sorgen…

     

    gefördert durch:
    Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

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  • Eindrücke von der Präsentation des Landschaftskunstprojekts RESONANZEN in Kannawurf

    Eindrücke von der Präsentation des Landschaftskunstprojekts RESONANZEN in Kannawurf

    Am 14. u. 15 Mai 2022 fand in Kannawurf die öffentliche Präsentation der Ergebnisse des mehrjährigen Projekts RESONANZEN statt.

    8 Künstler entwickelten während mehrmaliger Residenzen auf Schloss Kannawurf künstlerische Arbeiten auf der Basis ihrer Auseinandersetzung mit der umgebenden Landschaft, ihrer Schönheit und ihren vielfältigen Konflikten. Während einer Ausstellung im Kornboden des Schlosses und auf zwei geführten Wanderungen zu den in der Landschaft verorteten Arbeiten konnten sich die Besucher den Gedanken und Intentionen der Künstler nähern und die Arbeiten in der Landschaft besichtigen.
    Im Folgenden gibt es eine kleinen fotografischen Eindruck dieser beiden Tage.

    8 Künstler – 8 Projekte:

    Carl Vetter, KANNAWURF_ nah  und  fern
    ‚LOIPE‘ :  eine versteckte Blühwiese oberhalb des Dorfes Sachsenburg. Das Gelände ist an den Rändern mit grünen Holzstäben gekennzeichnet. Folgt der Betrachter den Markierungen, umrundet er das gesamte Areal. An vielen Seiten begrenzt dichter Wald die Sicht, immer wieder öffnet sich das geschwungene Gelände auch auf weit ins Land reichende Fernsichten. Sich bewusst mit allen Sinnen auf dieses beispielhafte Stück Land einzulassen ist die Idee für diese Arbeit. 
    (Fotos: Thomas Blase)
    {gallery}2022/Resonanzen/Carl{/gallery}  

    ‚LICHT – BLICK‘ :   eine langgestreckte Wiese am steilen Berghang auf der anderen Seite der Unstrut, schräg gegenüber der Sachsenburg. Auf dem Gelände wird eine Linie abgesteckt, die durch die Auseinandersetzung mit dem Umfeld und dem Bewuchs an den Rändern abgeleitet ist. Bei Dunkelheit wird die Linie durch das flackernde Licht brennender Wachsfackeln weithin sichtbar. Etwa eine dreiviertel Stunde lang kann das Auftauchen und wieder Verlöschen der Flammen beobachtet werden. Aufgrund des großem Abstandes des Betrachters wird auch das gesamte Umfeld wahrgenommen, das Eingebettetsein der Wiese in die sie umgebende Landschaft.
    (Fotos: Tino Trautmann, Thomas Blase)
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    Felicitas Fäßler, weisse Flecken
    Eine Sandgrube, ein Hohlweg, eine Streuobstwiese mit abgestorbenen Bäumen … solche Biotope rings um Kannawurf sind Ausgangspunkt für die Arbeit, die im Rahmen des „Resonanzen Landschaftskunstprojekts“ entstanden ist. Inselgleich treten die Orte zwischen den riesigen, gleichmäßig gefurchten Äckern hervor. Grüne Wegmarken auf monochromem Grund. In Anlehnung an das orientierungsstiftende Werkzeug der Karte, werden die Orte aus der Vogelperspektive gezeigt. Die Motive basieren auf 3D-Modellen, die aus Datensätzen geodätischer Landschaftsvermessung erstellt und partiell mit Satellitenbildern koloriert wurden. Analog zu den weißen Flecken, die das unerschlossene Gebiet auf alten Plänen bezeichneten und heute sprichwörtlich ein unbekanntes Wissensgebiet markieren, bleiben die Texturen der Modelle teilweise ausgespart. Gefaltet als Landkarten können die Bilder in das Gelände zurückgetragen und mit individuellen Eindrücken abgeglichen werden.
    (Fotos: Felicitas Fäßler, Thomas Blase)
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    Lasse-Marc Riek
    , KlangKompassKannawurf – Ein Soundatlas aus 4 Himmelsrichtungen von Lasse-Marc Riek 
    Jeder Ort hat seinen spezifischen Klang, jede Situation klingt anders. Die aus der kanadischen Soundscape-Bewegung entwickelte Methode der Hörspaziergänge beinhaltet die Erkundung von Umgebungen, Orten und Situationen mit Konzentration auf das Geräusch. Über die Sensibilisierung des Hörsinns entstehen neuen Perspektiven und Eindrücke des durchschrittenen Raumes. Wie klingt die Umgebung Kannawurf und welche spezifischen Klangorte gibt es? Diesen Fragen folgend wanderte Riek mit offenen Ohren, Mikrofonen und Sensoren zu unterschiedlichen Jahreszeiten durch die Landschaft und zeichnete Klangorte auf. Ausgehend vom Schloss Kannawurf wurden 4 Klangorte sonifiziert und in Kompositionen überführt. Die Kompositionen sind nach zuhören. Innerhalb der Festivaltage wird Riek eine temporäre Klangperformance an der Burgruine Sachsenburg aufführen.

    1. Hörspaziergang „Obere Sachsenburg“ 20:48 Min.
    2. Hörspaziergang „Hainleite Höhe Kannawurf“ 21:52 Min.
    3. Hörspaziergang „KlangRaum Kindelbrück“ 25:52 Min.
    4. Hörspaziergang „Windkraftpark Sprötau“ 14:24 Min.

    (Fotos: Thomas Blase)
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    Tina Flau, „Rosaceae“ –  Künstlerische Gestaltungen in ausgewählten Hohlwegen und ehemaligen Obstplantagen der nördlichen Agrarflur von Kannawurf
    Die nördliche Agrarlandschaft von Kannawurf macht einen unwirklichen Eindruck. Der industrielle Landbau hat den Raum bis auf wenige ökologische und kulturhistorische Elemente entleert. Ich habe Orte  gesucht, in denen noch eine Vielfalt lebt. Hier haben die wild bewachsenen Hohlwege und aufgelassenen Obstplantagen meine Zuneigung gefunden und ich sehe sie als bedroht an. Diese wichtigen Zeugnisse  alter Landeskultur müssen geschützt und erhalten bleiben, zumal sie auch als Ausgangs- und Zielpunkte einer Wiederbelebung dienen können. Im Wappen von Kannawurf sind zwei Blüten von Rosaceaen  (Rosengewächse) dargestellt. Die Bedeutung dieser Gattung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, für die ökologischen Prozesse und auch für unsere Ernährung (bekannte Obstarten). Generell geht es  darum, dass die Landschaft wieder als ein Ort des Lebens positiv wahrgenommen werden kann; dazu sollen Aufenthalts- und Gestaltqualitäten entwickelt werden.
    – Rosafarbene Bäume: eine Gruppe sowie einzelne Obstbäume wurden mit rosafarbenen Baumwollstreifen umwickelt, sodass eine fremdartige Fern- und Nahwirkung entsteht.
    – Rosafarbene Beschilderung: zwei Hohlwege haben Namensschilder erhalten, als Wegweiser und Würdigung: „Hagebuttenweg“ und „Wildrosenweg“.
    – Rosafarbene Sitzbänke sind an besonders schönen Orten platziert worden, um die Aufenthaltsqualität in der Landschaft zu erhöhen.
    – Rosafarbene Info-Schilder mit Texten zu Rosen und Rosengewächsen sind in Kannawurf an Rosenstöcken von Privatgärten aufgestellt worden.
    (Fotos: Thomas Blase)
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    Anne Baumann, Offener Brief der Wildpflanzen und Wildtiere der „Rabenhütte“
    In ihrem Offenen Brief wenden sich die Wildtiere und Wildpflanzen der „Rabenhütte“ bei Kannawurf direkt an die Menschen: sie fordern nicht nur einen Waffenstillstand, sondern auch, dass ihnen „soviel zurückerstattet werden muss, wie sie uns, den Menschen, gegeben haben.“ Ausgangspunkt ist der „Naturvertrag“ von Michel Serres, der einen neuen Gesellschaftsvertrag vorsieht, in dem Pflanzen, Tiere und die Welt (Natur) ebenso juristische Subjekte sind wie wir Menschen.
    Diese philosophische Idee findet in einigen Teilen der Welt bereits Anwendung und hat zum Ziel den Kriegszustand, in welchem sich die Menschheit mit der Welt (Natur) befindet, zu überwinden. Auch für die Region Kannawurf scheint diese Vision sinnvoll. Denn Gespräche mit der lokalen Bevölkerung haben gezeigt, dass der Landschaftswandel hin zu großflächigen Monokulturen nicht nur als Verlust der Artenvielfalt, sondern auch als Gefahr für die eigene Gesundheit und Eigentum wahrgenommen wird.
    Veröffentlicht wird der Offene Brief in einem Schaukasten, den ich aus jenem Müll gebaut habe, den manche Menschen mutwillig Schaden verursachend in die ehemalige Sandgrube „Rabenhüttte“ bei Kannawurf abgeladen haben. Der Schaukasten ist an der „Rabenhütte“ aufgestellt und auch im Internet werden die Wildpflanzen und Wildtiere der „Rabenhütte“ ihren Offenen Brief bekannt geben.
    (Fotos: Thomas Blase)
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    Jens Klein
    , Dellen und Muster, 2022
    Mit dem Auto von Sachsenburg kommend Richtung Kannawurf, kurz vor der Kurve, ist eine kleine Vertiefung in der Straße, eine Delle. Beim Überfahren spürt man eine leichte Erschütterung. Kurz vor dem Ende des 2.Weltkrieges stürzte ein deutsches Flugzeug direkt neben der Straße hinter Kannawurf ab. Man konnte nichts sehen, weil die Stelle abgesperrt war, erzählte Frau Ernst im September 2021. Sie ist mit fast 100 Jahren die älteste Bewohnerin des Ortes.
    Auf der Suche nach dieser Delle fand ich Geschichten, die die Menschen in Kannawurf in den letzten 100 Jahren erlebten und Bilder sie bis heute begleiten. Für die älteren Bewohner*Innen, sind es vor allem der Krieg, die Vertreibung und Flucht, obwohl diese fast 80 Jahre zurückliegen.
    Schreiben sich geschichtliche Ereignisse und Veränderungen in die Landschaft ein, so wie sich das Erlebte ins Gedächtnis einprägt? Luftaufnahmen aus dem Zeitraum von 1944 bis zum Jahr 2020, die den Ort und die Landschaft um Kannawurf zeigen, sollen Auskunft geben.

    Ellen Brix, 6400 m²
    Diesem Projekt dient das artifizielle der Landschaftsarchitektur, hier Beispiel nehmend an einem Labyrinthentwurf von J. Peschel (1535-1599), im Kontrast zur flächendeckenden Monokultur der heutigen gewinnorientierten Agrarwirtschaft, als Grundlage. Der Gedanke der inneren Einkehr und des Zwiegesprächs auf dem Weg zum Zentrum des Labyrinths, im Spannungsfeld zur sich verlierenden Weite der Nutzlandschaft und der einseitigen, scheinbar unreflektierten Bebauung, sind der Ausgangspunkt dieser Arbeit. 

    Ralf Hoyer, ZEITgeteilt-PLANETENSPIEL Klanginstallation
    Die Zeit beschreibt die Abfolge von Ereignissen, hat also eine eindeutige, nicht umkehrbare Richtung. Sie ist eine physikalische Größe. Das allgemein übliche Formelzeichen der Zeit ist t, ihre SI-Einheit ist die Sekunde s. Daraus leiten sich unmittelbar die Einheiten Minute und Stunde ab, mittelbar (über die Erdbewegung und gesetzlich festgelegte Schaltsekunden) auch Tag und Woche, dazu (abhängig vom Kalender) Monat, Jahr. Nachdem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachgewiesen wurde, dass die Länge des mittleren Sonnentages unregelmäßigen Schwankungen unterliegt und langfristig zunimmt,[1] wurde die Ephemeridenzeit eingeführt, die auf der gleichmäßigeren Planetenbewegung beruhte (Wikipedia). Stellen Sie sich vor, die Venus liefe nicht in 5392,8 Stunden einmal um die Sonne, sondern in 2696,4 – also mit doppelter Frequenz. Diese Frequenz noch einmal verdoppelt ergäbe eine Umlaufzeit von 1348,2 Stunden… Schließlich, nach weiteren 30 Frequenzverdopplungen (oder Oktaven), wären wir mit 221,23 Umläufen der Venus um die Sonne pro Sekunde in einem Bereich, den wir hören könnten. In ZEITgeteilt / PLANETENSPIEL sind Klänge zu hören, die auf die beschriebene Weise aus den Umlaufzeiten der 8 Planeten abgeleitet sind. Für angemessene Transzendenzerfahrung möge bitte jede(r) selbst sorgen…

     

    gefördert durch:
    Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

    kombimarke gefoerdertbmel ble ptble

  • Eindrücke von der Präsentation des Landschaftskunstprojekts RESONANZEN in Kannawurf

    Eindrücke von der Präsentation des Landschaftskunstprojekts RESONANZEN in Kannawurf

    Am 14. u. 15 Mai 2022 fand in Kannawurf die öffentliche Präsentation der Ergebnisse des mehrjährigen Projekts RESONANZEN statt.

    8 Künstler entwickelten während mehrmaliger Residenzen auf Schloss Kannawurf künstlerische Arbeiten auf der Basis ihrer Auseinandersetzung mit der umgebenden Landschaft, ihrer Schönheit und ihren vielfältigen Konflikten. Während einer Ausstellung im Kornboden des Schlosses und auf zwei geführten Wanderungen zu den in der Landschaft verorteten Arbeiten konnten sich die Besucher den Gedanken und Intentionen der Künstler nähern und die Arbeiten in der Landschaft besichtigen.
    Im Folgenden gibt es eine kleinen fotografischen Eindruck dieser beiden Tage.

    8 Künstler – 8 Projekte:

    Carl Vetter, KANNAWURF_ nah  und  fern
    ‚LOIPE‘ :  eine versteckte Blühwiese oberhalb des Dorfes Sachsenburg. Das Gelände ist an den Rändern mit grünen Holzstäben gekennzeichnet. Folgt der Betrachter den Markierungen, umrundet er das gesamte Areal. An vielen Seiten begrenzt dichter Wald die Sicht, immer wieder öffnet sich das geschwungene Gelände auch auf weit ins Land reichende Fernsichten. Sich bewusst mit allen Sinnen auf dieses beispielhafte Stück Land einzulassen ist die Idee für diese Arbeit. 
    (Fotos: Thomas Blase)
    {gallery}2022/Resonanzen/Carl{/gallery}  

    ‚LICHT – BLICK‘ :   eine langgestreckte Wiese am steilen Berghang auf der anderen Seite der Unstrut, schräg gegenüber der Sachsenburg. Auf dem Gelände wird eine Linie abgesteckt, die durch die Auseinandersetzung mit dem Umfeld und dem Bewuchs an den Rändern abgeleitet ist. Bei Dunkelheit wird die Linie durch das flackernde Licht brennender Wachsfackeln weithin sichtbar. Etwa eine dreiviertel Stunde lang kann das Auftauchen und wieder Verlöschen der Flammen beobachtet werden. Aufgrund des großem Abstandes des Betrachters wird auch das gesamte Umfeld wahrgenommen, das Eingebettetsein der Wiese in die sie umgebende Landschaft.
    (Fotos: Tino Trautmann, Thomas Blase)
    {gallery}2022/Resonanzen/Lichtblick{/gallery} 

    Felicitas Fäßler, weisse Flecken
    Eine Sandgrube, ein Hohlweg, eine Streuobstwiese mit abgestorbenen Bäumen … solche Biotope rings um Kannawurf sind Ausgangspunkt für die Arbeit, die im Rahmen des „Resonanzen Landschaftskunstprojekts“ entstanden ist. Inselgleich treten die Orte zwischen den riesigen, gleichmäßig gefurchten Äckern hervor. Grüne Wegmarken auf monochromem Grund. In Anlehnung an das orientierungsstiftende Werkzeug der Karte, werden die Orte aus der Vogelperspektive gezeigt. Die Motive basieren auf 3D-Modellen, die aus Datensätzen geodätischer Landschaftsvermessung erstellt und partiell mit Satellitenbildern koloriert wurden. Analog zu den weißen Flecken, die das unerschlossene Gebiet auf alten Plänen bezeichneten und heute sprichwörtlich ein unbekanntes Wissensgebiet markieren, bleiben die Texturen der Modelle teilweise ausgespart. Gefaltet als Landkarten können die Bilder in das Gelände zurückgetragen und mit individuellen Eindrücken abgeglichen werden.
    (Fotos: Felicitas Fäßler, Thomas Blase)
    {gallery}2022/Resonanzen/Flecken{/gallery} 


    Lasse-Marc Riek
    , KlangKompassKannawurf – Ein Soundatlas aus 4 Himmelsrichtungen von Lasse-Marc Riek 
    Jeder Ort hat seinen spezifischen Klang, jede Situation klingt anders. Die aus der kanadischen Soundscape-Bewegung entwickelte Methode der Hörspaziergänge beinhaltet die Erkundung von Umgebungen, Orten und Situationen mit Konzentration auf das Geräusch. Über die Sensibilisierung des Hörsinns entstehen neuen Perspektiven und Eindrücke des durchschrittenen Raumes. Wie klingt die Umgebung Kannawurf und welche spezifischen Klangorte gibt es? Diesen Fragen folgend wanderte Riek mit offenen Ohren, Mikrofonen und Sensoren zu unterschiedlichen Jahreszeiten durch die Landschaft und zeichnete Klangorte auf. Ausgehend vom Schloss Kannawurf wurden 4 Klangorte sonifiziert und in Kompositionen überführt. Die Kompositionen sind nach zuhören. Innerhalb der Festivaltage wird Riek eine temporäre Klangperformance an der Burgruine Sachsenburg aufführen.

    1. Hörspaziergang „Obere Sachsenburg“ 20:48 Min.
    2. Hörspaziergang „Hainleite Höhe Kannawurf“ 21:52 Min.
    3. Hörspaziergang „KlangRaum Kindelbrück“ 25:52 Min.
    4. Hörspaziergang „Windkraftpark Sprötau“ 14:24 Min.

    (Fotos: Thomas Blase)
    {gallery}2022/Resonanzen/Klangkompass{/gallery} 

    Tina Flau, „Rosaceae“ –  Künstlerische Gestaltungen in ausgewählten Hohlwegen und ehemaligen Obstplantagen der nördlichen Agrarflur von Kannawurf
    Die nördliche Agrarlandschaft von Kannawurf macht einen unwirklichen Eindruck. Der industrielle Landbau hat den Raum bis auf wenige ökologische und kulturhistorische Elemente entleert. Ich habe Orte  gesucht, in denen noch eine Vielfalt lebt. Hier haben die wild bewachsenen Hohlwege und aufgelassenen Obstplantagen meine Zuneigung gefunden und ich sehe sie als bedroht an. Diese wichtigen Zeugnisse  alter Landeskultur müssen geschützt und erhalten bleiben, zumal sie auch als Ausgangs- und Zielpunkte einer Wiederbelebung dienen können. Im Wappen von Kannawurf sind zwei Blüten von Rosaceaen  (Rosengewächse) dargestellt. Die Bedeutung dieser Gattung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, für die ökologischen Prozesse und auch für unsere Ernährung (bekannte Obstarten). Generell geht es  darum, dass die Landschaft wieder als ein Ort des Lebens positiv wahrgenommen werden kann; dazu sollen Aufenthalts- und Gestaltqualitäten entwickelt werden.
    – Rosafarbene Bäume: eine Gruppe sowie einzelne Obstbäume wurden mit rosafarbenen Baumwollstreifen umwickelt, sodass eine fremdartige Fern- und Nahwirkung entsteht.
    – Rosafarbene Beschilderung: zwei Hohlwege haben Namensschilder erhalten, als Wegweiser und Würdigung: „Hagebuttenweg“ und „Wildrosenweg“.
    – Rosafarbene Sitzbänke sind an besonders schönen Orten platziert worden, um die Aufenthaltsqualität in der Landschaft zu erhöhen.
    – Rosafarbene Info-Schilder mit Texten zu Rosen und Rosengewächsen sind in Kannawurf an Rosenstöcken von Privatgärten aufgestellt worden.
    (Fotos: Thomas Blase)
    {gallery}2022/Resonanzen/Rosaceae{/gallery} 

     

    Anne Baumann, Offener Brief der Wildpflanzen und Wildtiere der „Rabenhütte“
    In ihrem Offenen Brief wenden sich die Wildtiere und Wildpflanzen der „Rabenhütte“ bei Kannawurf direkt an die Menschen: sie fordern nicht nur einen Waffenstillstand, sondern auch, dass ihnen „soviel zurückerstattet werden muss, wie sie uns, den Menschen, gegeben haben.“ Ausgangspunkt ist der „Naturvertrag“ von Michel Serres, der einen neuen Gesellschaftsvertrag vorsieht, in dem Pflanzen, Tiere und die Welt (Natur) ebenso juristische Subjekte sind wie wir Menschen.
    Diese philosophische Idee findet in einigen Teilen der Welt bereits Anwendung und hat zum Ziel den Kriegszustand, in welchem sich die Menschheit mit der Welt (Natur) befindet, zu überwinden. Auch für die Region Kannawurf scheint diese Vision sinnvoll. Denn Gespräche mit der lokalen Bevölkerung haben gezeigt, dass der Landschaftswandel hin zu großflächigen Monokulturen nicht nur als Verlust der Artenvielfalt, sondern auch als Gefahr für die eigene Gesundheit und Eigentum wahrgenommen wird.
    Veröffentlicht wird der Offene Brief in einem Schaukasten, den ich aus jenem Müll gebaut habe, den manche Menschen mutwillig Schaden verursachend in die ehemalige Sandgrube „Rabenhüttte“ bei Kannawurf abgeladen haben. Der Schaukasten ist an der „Rabenhütte“ aufgestellt und auch im Internet werden die Wildpflanzen und Wildtiere der „Rabenhütte“ ihren Offenen Brief bekannt geben.
    (Fotos: Thomas Blase)
    {gallery}2022/Resonanzen/Rabenhuette{/gallery}

     


    Jens Klein
    , Dellen und Muster, 2022
    Mit dem Auto von Sachsenburg kommend Richtung Kannawurf, kurz vor der Kurve, ist eine kleine Vertiefung in der Straße, eine Delle. Beim Überfahren spürt man eine leichte Erschütterung. Kurz vor dem Ende des 2.Weltkrieges stürzte ein deutsches Flugzeug direkt neben der Straße hinter Kannawurf ab. Man konnte nichts sehen, weil die Stelle abgesperrt war, erzählte Frau Ernst im September 2021. Sie ist mit fast 100 Jahren die älteste Bewohnerin des Ortes.
    Auf der Suche nach dieser Delle fand ich Geschichten, die die Menschen in Kannawurf in den letzten 100 Jahren erlebten und Bilder sie bis heute begleiten. Für die älteren Bewohner*Innen, sind es vor allem der Krieg, die Vertreibung und Flucht, obwohl diese fast 80 Jahre zurückliegen.
    Schreiben sich geschichtliche Ereignisse und Veränderungen in die Landschaft ein, so wie sich das Erlebte ins Gedächtnis einprägt? Luftaufnahmen aus dem Zeitraum von 1944 bis zum Jahr 2020, die den Ort und die Landschaft um Kannawurf zeigen, sollen Auskunft geben.

    Ellen Brix, 6400 m²
    Diesem Projekt dient das artifizielle der Landschaftsarchitektur, hier Beispiel nehmend an einem Labyrinthentwurf von J. Peschel (1535-1599), im Kontrast zur flächendeckenden Monokultur der heutigen gewinnorientierten Agrarwirtschaft, als Grundlage. Der Gedanke der inneren Einkehr und des Zwiegesprächs auf dem Weg zum Zentrum des Labyrinths, im Spannungsfeld zur sich verlierenden Weite der Nutzlandschaft und der einseitigen, scheinbar unreflektierten Bebauung, sind der Ausgangspunkt dieser Arbeit. 

    Ralf Hoyer, ZEITgeteilt-PLANETENSPIEL Klanginstallation
    Die Zeit beschreibt die Abfolge von Ereignissen, hat also eine eindeutige, nicht umkehrbare Richtung. Sie ist eine physikalische Größe. Das allgemein übliche Formelzeichen der Zeit ist t, ihre SI-Einheit ist die Sekunde s. Daraus leiten sich unmittelbar die Einheiten Minute und Stunde ab, mittelbar (über die Erdbewegung und gesetzlich festgelegte Schaltsekunden) auch Tag und Woche, dazu (abhängig vom Kalender) Monat, Jahr. Nachdem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachgewiesen wurde, dass die Länge des mittleren Sonnentages unregelmäßigen Schwankungen unterliegt und langfristig zunimmt,[1] wurde die Ephemeridenzeit eingeführt, die auf der gleichmäßigeren Planetenbewegung beruhte (Wikipedia). Stellen Sie sich vor, die Venus liefe nicht in 5392,8 Stunden einmal um die Sonne, sondern in 2696,4 – also mit doppelter Frequenz. Diese Frequenz noch einmal verdoppelt ergäbe eine Umlaufzeit von 1348,2 Stunden… Schließlich, nach weiteren 30 Frequenzverdopplungen (oder Oktaven), wären wir mit 221,23 Umläufen der Venus um die Sonne pro Sekunde in einem Bereich, den wir hören könnten. In ZEITgeteilt / PLANETENSPIEL sind Klänge zu hören, die auf die beschriebene Weise aus den Umlaufzeiten der 8 Planeten abgeleitet sind. Für angemessene Transzendenzerfahrung möge bitte jede(r) selbst sorgen…

     

    gefördert durch:
    Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

    kombimarke gefoerdertbmel ble ptble

  • Lasse-Marc Riek – KlangKompassKannawurf 4

    Lasse-Marc Riek – KlangKompassKannawurf 4

    4. Hörspaziergang „Windkraftpark Sprötau“ 14:24 Min.

    Wir hören den Wind und die Übertragungskräfte in den Windkrafträdern bei Sprötau. Mit Hilfe von Kontakt- und Parabolmikrophonen, sowie einem Geophone horchen wir die zirkulierenden Klangwelten einer Gruppe von Kraftanlagen.

    Klangfundorte:
    – Windkraftpark Sprötau

    4 1 von Elli Mia Riek

    4 3 von Elli Mia Riek

    4 2 von Elli Mia Riek

    {mp3}WINDKRAFTPARK_SPROETAU{/mp3}

    Fixierte Hörwarte:  51°16’04.5″N  11°08’02.7″E

    Link:  https://goo.gl/maps/jaVZ8xT7Dw3RTEXU7 

    Foto: Elli Mia Riek

  • Lasse-Marc Riek – KlangKompassKannawurf 4

    Lasse-Marc Riek – KlangKompassKannawurf 4

    4. Hörspaziergang „Windkraftpark Sprötau“ 14:24 Min.

    Wir hören den Wind und die Übertragungskräfte in den Windkrafträdern bei Sprötau. Mit Hilfe von Kontakt- und Parabolmikrophonen, sowie einem Geophone horchen wir die zirkulierenden Klangwelten einer Gruppe von Kraftanlagen.

    Klangfundorte:
    – Windkraftpark Sprötau

    4 1 von Elli Mia Riek

    4 3 von Elli Mia Riek

    4 2 von Elli Mia Riek

    {mp3}WINDKRAFTPARK_SPROETAU{/mp3}

    Fixierte Hörwarte:  51°16’04.5″N  11°08’02.7″E

    Link:  https://goo.gl/maps/jaVZ8xT7Dw3RTEXU7 

    Foto: Elli Mia Riek

  • Lasse-Marc Riek – KlangKompassKannawurf 4

    Lasse-Marc Riek – KlangKompassKannawurf 4

    4. Hörspaziergang „Windkraftpark Sprötau“ 14:24 Min.

    Wir hören den Wind und die Übertragungskräfte in den Windkrafträdern bei Sprötau. Mit Hilfe von Kontakt- und Parabolmikrophonen, sowie einem Geophone horchen wir die zirkulierenden Klangwelten einer Gruppe von Kraftanlagen.

    Klangfundorte:
    – Windkraftpark Sprötau

    4 1 von Elli Mia Riek

    4 3 von Elli Mia Riek

    4 2 von Elli Mia Riek

    {mp3}WINDKRAFTPARK_SPROETAU{/mp3}

    Fixierte Hörwarte:  51°16’04.5″N  11°08’02.7″E

    Link:  https://goo.gl/maps/jaVZ8xT7Dw3RTEXU7 

    Foto: Elli Mia Riek